Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt
Energiepolitik in Deutschland und Russland
Berlin () – Linken-Chef Jan van Aken hat den von Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) ausgelösten Streit um künftige Energielieferungen aus Russland als „verlogene Diskussion“ kritisiert.
Allein im vergangenen Jahr habe das bundeseigene Energieunternehmen Sefe mehr als fünf Milliarden Kubikmeter Flüssiggas aus Russland gekauft und so hunderte Millionen Euro in die Kriegskasse von Präsident Wladimir Putin gespült, sagte van Aken den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Montagausgaben). Sefe war früher Gazprom Germany – also eine Tochter des staatlichen russischen Energieriesen Gazprom – und wurde 2022 nach dem russischen Überfall auf die Ukraine von der Bundesregierung verstaatlicht.
„Die Bundesregierung muss jetzt aus den Knebelverträgen mit Russland aussteigen und die Sefe ihre schmutzigen Geschäfte sofort einstellen“, forderte van Aken. „Solange Putin seinen Drohnen- und Bombenterror gegen Zivilisten nicht stoppt, darf kein Cent mehr nach Russland gehen.“
Kretschmer hatte den Funke-Zeitungen gesagt, Deutschland und Europa brauchten Energie zu günstigen Preisen. Deshalb sollte man nach einem Waffenstillstand im Ukraine-Krieg wieder russische Lieferungen beziehen. Der CDU-Außenpolitiker Roderich Kiesewetter nannte Kretschmers Äußerungen „kontraproduktiv und sicherheitspolitischer Unsinn“.
Wegen des Krieges gegen die Ukraine hat die EU weitreichende Sanktionen verhängt. Im vergangenen Monat hatten sich die Mitgliedsstaaten darauf verständigt, die verbliebenen Erdgas-Importe aus Russland bis Ende 2027 auslaufen zu lassen.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Gasleitung (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Jan van Aken kritisiert Kretschmers Aussagen zu künftigen Energielieferungen aus Russland.
- Sefe kaufte 2022 über fünf Milliarden Kubikmeter Flüssiggas aus Russland, was Putins Kriegskasse unterstützte.
- Kretschmer plädiert für russische Energieimporte nach einem Waffenstillstand; Kiesewetter nennt dies unsinnig.
Warum ist das wichtig?
- Kritik an der Diskrepanz zwischen Energieabhängigkeit und Unterstützung des Krieges
- Forderung nach sofortigem Stopp der Geschäfte mit Russland zur Verhinderung von Kriegsfinanzierung
- Relevanz der Diskussion um zukünftige Energieversorgung für europäische Sicherheit und Wirtschaftspolitik
Wer ist betroffen?
- Linkspartei und deren Vorsitzender Jan van Aken
- Sefe (ehemals Gazprom Germany)
- Bundesregierung und EU-Mitgliedsstaaten
Zahlen/Fakten?
- Über 5 Milliarden Kubikmeter Flüssiggas aus Russland im letzten Jahr gekauft
- Hunderte Millionen Euro in die Kriegskasse von Wladimir Putin gespült
- EU plant, Erdgas-Importe aus Russland bis Ende 2027 auslaufen zu lassen
Wie geht’s weiter?
- Bundesregierung muss aus Knebelverträgen mit Russland aussteigen
- Sefe soll sofort ihre Geschäfte einstellen
- Keine Rückkehr zu russischen Energielieferungen bis zur Beendigung des Krieges
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