Hamburger Geflüchtete warten über drei Monate auf Leistungen

9. Januar 2026
1 min Lesezeit

Hamburger Geflüchtete warten über drei Monate auf Leistungen

Hamburg - Was ist passiert – was dahinter steckt

Gesellschaftliche Herausforderungen für Geflüchtete in Hamburg

() – Geduldete Geflüchtete in Hamburg müssen im Durchschnitt mehr als ein Vierteljahr auf die Bewilligung von Leistungen für Wohnen, und Krankenversorgung warten. Das kritisierte die Linken-Fraktion in der Bürgerschaft am Freitag.

Demnach dauert es durchschnittlich 77,5 Arbeitstage, bis die Innenbehörde die existenznotwendigen Leistungen bewilligt.

Die Wartezeit habe sich seit Februar um 50 Prozent erhöht. In der zuständigen Behörde, dem Referat für Asylbewerberleistungen, seien nur 88 Prozent der Stellen besetzt.

Der Krankenstand dort lag im vergangenen Jahr mit durchschnittlich knapp 12 Prozent doppelt so hoch wie der Bundesdurchschnitt. Für die Bearbeitung würden wöchentlich 180 Termine freigeschaltet – bei rund 11.000 Leistungsberechtigten.

In der Folge hätten sich die Eilverfahren am Sozialgericht seit März praktisch verdoppelt.

Während am 1. März dort noch 46 Eilverfahren zum Thema Asylbewerberleistungen anhängig waren, seien es am 1. Dezember 90 Verfahren gewesen. Die fluchtpolitische Sprecherin der Linken, Carola Ensslen, kritisierte dies als „eklatantes Versagen“ und „soziale Kälte in ihrer härtesten Form“.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Asylbewerberunterkunft (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Geduldete Geflüchtete in Hamburg warten im Durchschnitt 77,5 Arbeitstage auf Leistungsbewilligung.
  • Wartezeit hat sich seit Februar um 50 Prozent erhöht; nur 88 Prozent der Stellen in der Behörde besetzt.
  • Eilverfahren am Sozialgericht haben sich seit März fast verdoppelt.

Warum ist das wichtig?

  • Längere Wartezeiten auf essentielle Leistungen für Geflüchtete erhöhen soziale Anspannung.
  • Personalmangel und hohe Krankenstände in der Behörde beeinträchtigen die Bearbeitungsgeschwindigkeit.
  • Zunahme der Eilverfahren zeigt dringenden Handlungsbedarf im Asylsystem.

Wer ist betroffen?

  • Geduldete Geflüchtete in Hamburg
  • Leistungsberechtigte in Bezug auf Asylbewerberleistungen

Zahlen/Fakten?

  • Durchschnittliche Wartezeit für Leistungen: 77,5 Arbeitstage
  • Wartezeit hat sich seit Februar um 50 Prozent erhöht
  • 88 Prozent der Stellen in der Behörde besetzt
  • Krankenstand: knapp 12 Prozent, doppelt so hoch wie Bundesdurchschnitt
  • Wöchentlich freigeschaltete Termine: 180 bei rund 11.000 Leistungsberechtigten
  • Eilverfahren am Sozialgericht: von 46 (1. März) auf 90 (1. Dezember) angestiegen

Wie geht’s weiter?

  • Verbesserung der Bearbeitungszeiten für Asylbewerberleistungen anstreben
  • Personalengpässe in der Behörde beheben
  • Eilverfahren am Sozialgericht weiter beobachten und gegebenenfalls Maßnahmen ergreifen
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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