Nordrhein-Westfalen - Was ist passiert – was dahinter steckt
Wirtschaftliche Herausforderungen in NRW 2025
Düsseldorf () – Die Metall- und Elektroindustrie NRW geht mit trüben Aussichten in das neue Jahr. „In den vergangenen sechs Monaten haben 30 Prozent der Unternehmen Beschäftigung abgebaut, für die nächsten sechs Monate planen 25 Prozent mit einer rückläufigen Beschäftigung“, heißt es in der unveröffentlichten Konjunktur-Umfrage des Verbandes der Metall- und Elektro-Industrie (Metall NRW), über die die „Rheinische Post“ (Freitagausgabe) berichtet.
„Die Entwicklung sämtlicher Konjunktur-Indikatoren zeugt von einer fortschreitenden De-Industrialisierung in NRW.“
Die Unternehmen schätzen die Lage als bescheiden ein. „Nur 14 Prozent der Unternehmen bezeichnen ihre aktuelle Geschäftslage als gut, für die nächsten sechs Monate rechnen gerade einmal zehn Prozent mit einer Besserung“, ergab die Umfrage weiter.
36 Prozent der Firmen wollen ihre Investitionen im Inland weiter zurückfahren. „Die geringe Nachfrage sowie hohe Energiepreise, Arbeitskosten und Bürokratielasten machen sich bei den Investitionsplänen bemerkbar“, heißt es.
Viele Firmen nutzen bereits Kurzarbeit.
„Der Anteil der Unternehmen mit Kurzarbeit bleibt hoch und liegt sowohl im Rückblick auf die vergangenen sechs Monate also auch beim Ausblick auf die kommenden sechs Monate bei 28 Prozent“, so die Auswertung.
Der Präsident von Metall NRW, Arndt Kirchhoff, forderte eine Senkung von Steuern sowie die Anhebung des Rentenalters. „Wenn wir massive Wohlstandsverluste in unserem Land verhindern wollen, darf die Politik keine Zeit mehr verlieren, um grundlegende Reformen umzusetzen“, sagte er.
„Wir werden alle im Schnitt gesünder älter, deshalb ist es auch zumutbar, das Renteneintrittsalter an die steigende Lebenserwartung anzupassen.“
An der Umfrage zum Jahreswechsel 2025/2026 nahmen 354 Betriebe mit fast 95.000 Beschäftigten teil.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Schweißer bei der Arbeit (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- 30 Prozent der Unternehmen in der Metall- und Elektroindustrie NRW haben Beschäftigung abgebaut.
- 25 Prozent planen für die nächsten sechs Monate eine rückläufige Beschäftigung.
- 36 Prozent der Firmen wollen ihre Investitionen im Inland zurückfahren.
Warum ist das wichtig?
- 30 Prozent der Unternehmen haben Beschäftigung abgebaut, was auf wirtschaftliche Unsicherheit hinweist.
- Rückläufige Investitionspläne und hohe Kosten belasten die Branche, was die De-Industrialisierung fördert.
- Hoher Anteil an Kurzarbeit signalisiert anhaltende Schwierigkeiten in der Metall- und Elektroindustrie.
Wer ist betroffen?
- Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie NRW
- Beschäftigte in der Branche
- Betriebe, die Kurzarbeit nutzen
Zahlen/Fakten?
- 30 Prozent der Unternehmen haben in den letzten sechs Monaten Beschäftigung abgebaut
- 25 Prozent der Unternehmen planen in den nächsten sechs Monaten mit rückläufiger Beschäftigung
- Nur 14 Prozent der Unternehmen beurteilen ihre Geschäftslage als gut
Wie geht’s weiter?
- Viele Unternehmen planen Beschäftigungsabbau und Kurzarbeit bleibt hoch.
- Anstieg der Investitionsreduktionen aufgrund hoher Kosten und geringer Nachfrage.
- Forderung nach steuerlichen Reformen und Anhebung des Rentenalters.
