Niedersachsen - Was ist passiert – was dahinter steckt
Erneuerbare Energien und Bürgerbeteiligung in Braunschweig
Braunschweig () – Die Energiegenossenschaft Braunschweiger Land hat ihre 100. Photovoltaik-Anlage in Betrieb genommen. Seit ihrer Gründung im Juni 2022 hat die Genossenschaft damit Anlagen mit einer Gesamtleistung von 3,6 Megawatt Peak realisiert, wie die Stadt Braunschweig mitteilte.
Jährlich werden dadurch rund 2.195 Tonnen CO₂ vermieden. Insgesamt wurden 3,2 Millionen Euro investiert, davon 1,9 Millionen Euro in Anlagen auf städtischen Dächern.
Mehr als eine halbe Million Euro stammt von Bürgern, die sich als investierende Mitglieder beteiligen. Der Meilenstein wurde mit einer Anlage auf dem Dach des Fachbereichs Stadtgrün in der Dessauerstraße erreicht.
Oberbürgermeister Thorsten Kornblum nannte die 100 Anlagen in wenigen Jahren ein starkes Signal für die lokale Energiewende.
Besonders wertvoll sei, dass Bürger sich direkt beteiligen könnten. Der Vorstandsvorsitzende der Genossenschaft, Carsten van de Loo, betonte, das Potenzial gemeinschaftlich organisierter Energieprojekte werde sichtbar.
Man verbinde Klimaschutz mit regionaler Wertschöpfung und ermögliche Bürgern, die Energiewende konkret mitzugestalten. Ein zentrales Element der Strategie sei die Konzentration auf Aufdachanlagen mit hohem Eigenverbrauchsanteil, um den Strom direkt im Gebäude zu nutzen.
Der technische Leiter der Genossenschaft, Steffen Trudewig, erklärte, der hohe Eigenverbrauch sei aus technischer Sicht der entscheidende Hebel.
Dadurch würden Durchleitungsverluste reduziert und die Netze entlastet. Auch wirtschaftlich zahle sich der Ansatz aus, da Netzentgelte vermieden werden könnten.
Die Genossenschaft ist inzwischen auch überregional aktiv und trägt ihre Konzepte in weitere Kommunen. Finanziell stehe man auf einem soliden Fundament, die Ertragszahlen seien inzwischen positiv.
Ein Genossenschaftsanteil kostet 500 Euro und eignet sich auch als Geschenk. Größere Investitionen bis zu 10.000 Euro sind möglich, unter Umständen mit einer Förderung von bis zu 15 Prozent.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Solarzellen auf Hausdach (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Die Energiegenossenschaft Braunschweiger Land hat ihre 100. Photovoltaik-Anlage in Betrieb genommen.
- Insgesamt wurden 3,6 Megawatt Peak realisiert und 2.195 Tonnen CO₂ jährlich vermieden.
- Bürger können sich finanziell beteiligen, mehr als eine halbe Million Euro stammt von Mitgliedern.
Warum ist das wichtig?
- Signal für lokale Energiewende
- Bürgerbeteiligung stärkt gemeinschaftlich organisierte Energieprojekte
- Vermeidung von CO₂-Emissionen und wirtschaftliche Vorteile durch hohen Eigenverbrauch
Wer ist betroffen?
- Bürger, die sich als investierende Mitglieder beteiligen
- Stadt Braunschweig
- Kommunen, in die die Konzepte getragen werden
Zahlen/Fakten?
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- Photovoltaik-Anlage in Betrieb genommen
- Gesamtleistung von 3,6 Megawatt Peak
- Jährlich werden rund 2.195 Tonnen CO₂ vermieden
- 3,2 Millionen Euro investiert
- 1,9 Millionen Euro in Anlagen auf städtischen Dächern
- Mehr als eine halbe Million Euro von Bürgern investiert
- Genossenschaftsanteil kostet 500 Euro
- Größere Investitionen bis zu 10.000 Euro möglich
Wie geht’s weiter?
- Weiterer Ausbau von Photovoltaik-Anlagen geplant
- Stärkung der Bürgerbeteiligung und regionalen Wertschöpfung
- Expansion der Konzepte in weitere Kommunen
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