Wirtschaft: Einzelhandel in München
München () – Das Ifo-Geschäftsklima im Einzelhandel ist im Juli auf -28,7 Punkte gestiegen, nach -32,4 Punkten im Juni.
Die Unternehmen beurteilten ihre aktuelle Lage etwas weniger pessimistisch als im Vormonat. Die Geschäftserwartungen verbesserten sich etwas, bleiben aber überwiegend pessimistisch. „Das Geschäftsklima bei den Einzelhändlern hat sich zwar zum dritten Mal in Folge verbessert“, sagte Ifo-Branchenexperte Patrick Höppner. „Die Stimmung bei den Unternehmen bleibt aber schlechter als vor der Eskalation des Konflikts im Iran Ende Februar.“ Viele Unternehmen schätzen die Geschäftsaussichten für den weiteren Jahresverlauf sehr zurückhaltend ein.
Im April und Mai war der Geschäftsklimaindikator auf die niedrigsten Werte seit 2023 abgerutscht. „Der Iran-Konflikt hat die konjunkturelle Unsicherheit erhöht und belastet die Verbraucherstimmung, auch wegen höherer Inflationsrisiken“, sagte Höppner. Dennoch haben sich viele Waren im Einzelhandel in der ersten Jahreshälfte nur wenig verteuert. Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke waren im Juni nach der Verbraucherpreisstatistik des Statistischen Bundesamtes im Durchschnitt sogar günstiger als vor der Eskalation des Iran-Konflikts im Februar. Die Händler rechnen laut Ifo-Konjunkturumfrage für die kommenden Monate weiterhin eher mit steigenden als mit sinkenden Preisen.
54 Prozent der Einzelhändler schätzen die Nachfrage im Juli als unzureichend ein. Im zweiten Quartal kauften bei 48,2 Prozent der Unternehmen im stationären Einzelhandel weniger Kunden ein als saisonüblich. Bei Online-Shops registrierten dagegen nur rund 25,6 Prozent der Händler weniger Klicks als für diese Jahreszeit üblich.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Supermarkt (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wirtschaft - Was ist passiert – was dahinter steckt
Was ist passiert?
- Das Ifo-Geschäftsklima im Einzelhandel stieg im Juli auf -28,7 Punkte nach -32,4 Punkten im Juni; die Lage wurde etwas weniger pessimistisch bewertet
- Die Geschäftserwartungen verbesserten sich leicht, bleiben aber überwiegend pessimistisch; viele Unternehmen beurteilen die Aussichten für das weitere Jahresende zurückhaltend
- 54 Prozent der Einzelhändler sehen die Nachfrage im Juli als unzureichend, im stationären Einzelhandel kauften im zweiten Quartal 48,2 Prozent weniger Kunden als saisonüblich
Warum ist das wichtig?
- Verbesserteres Ifo-Geschäftsklima zeigt zwar eine Entspannung, bleibt aber insgesamt deutlich pessimistisch und signalisiert anhaltende Zurückhaltung der Einzelhändler
- Konjunkturelle Unsicherheit durch den Iran-Konflikt belastet die Verbraucherstimmung; Händler erwarten für die kommenden Monate eher steigende als sinkende Preise
- Mehr als die Hälfte der Einzelhändler bewertet die Nachfrage als unzureichend, besonders im stationären Handel was für den Absatz relevant ist
Wer ist betroffen?
- Einzelhändler im stationären Einzelhandel
- Online-Shops im E-Commerce
Zahlen/Fakten?
- Ifo-Geschäftsklima im Einzelhandel Juli: -28,7 Punkte (Juni: -32,4 Punkte)
- 54 Prozent der Einzelhändler schätzen die Nachfrage im Juli als unzureichend
- 48,2 Prozent der Unternehmen kauften im zweiten Quartal weniger ein als saisonüblich
Wie geht’s weiter?
- Das Geschäftsklima im Einzelhandel verbessert sich zwar zum dritten Mal in Folge, bleibt aber schlechter als vor der Eskalation des Iran-Konflikts Ende Februar
- Die Geschäftsaussichten für den weiteren Jahresverlauf bleiben überwiegend pessimistisch und viele erwarten eher steigende als sinkende Preise
- 54 Prozent der Einzelhändler bewerten die Nachfrage im Juli als unzureichend
- Betrunkener Autofahrer bei Ilmenau im Wald entdeckt - 3. August 2026
- Dax startet mit neuem Rekordhoch in die Woche - 3. August 2026
- Keine Hinweise auf Fremdverschulden nach Fußgängertod in Groß-Gerau - 3. August 2026
