Politik & Energie in Budapest
Budapest () – Wegen des historisch niedrigen Wasserstands an der Donau hat Ungarn sein einziges Atomkraftwerk Paks vollständig abgeschaltet
Einer der beiden bis zuletzt noch in Betrieb befindlichen Reaktoren wurde am Sonntag um 01:30 Uhr heruntergefahren, der letzte Reaktor folgte später am Tag, wie Premierminister Péter Magyar mitteilte. Demnach führten die stetig sinkenden Wasserstände zu einem Mangel an Kühlwasser für die 2.000-Megawatt-Anlage.
Die Abschaltung des Kraftwerks, welches etwa 120 Kilometer südlich von Budapest liegt und 40 Prozent der ungarischen Stromerzeugung ausmacht, stellt das Land vor eine beispiellose Herausforderung. Die Regierung erhöht die Stromimporte, um einen Teil des Defizits auszugleichen, und hat große Industrieunternehmen gebeten, ihren Verbrauch freiwillig zu reduzieren. Ein neuer Krisenplan priorisiert Stromkürzungen bei Unternehmen und beschränkt den Haushaltsverbrauch nur als letztes Mittel.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Atomkraftwerk (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wirtschaft - Was ist passiert – was dahinter steckt
Was ist passiert?
- Wegen des historisch niedrigen Wasserstands an der Donau hat Ungarn sein einziges Atomkraftwerk Paks vollständig abgeschaltet
- Ein Reaktor wurde am Sonntag um 01:30 Uhr heruntergefahren, der letzte folgte später am Tag, weil ein Mangel an Kühlwasser auftrat
- Zur Bewältigung der Folgen erhöht Ungarn Stromimporte und bittet Unternehmen um freiwillige Verbrauchsreduktionen, zusätzlich gibt es einen Krisenplan für Stromkürzungen
Warum ist das wichtig?
- Historisch niedriger Wasserstand führt zu Kühlwassermangel und erzwang die vollständige Abschaltung von Paks
- Abschaltung betrifft rund 40 Prozent der ungarischen Stromerzeugung und schafft eine beispiellose Versorgungslücke
- Ungarn erhöht Stromimporte und fordert Verbrauchsreduktionen bei Unternehmen, mit Stromkürzungen als Krisenpriorität
Wer ist betroffen?
- Ungarn mit dem Betrieb des einzigen Atomkraftwerks Paks und der gesamten Stromversorgung von etwa 40 Prozent der ungarischen Stromerzeugung
Zahlen/Fakten?
- 01:30 Uhr; zweiter Reaktor am Sonntag heruntergefahren, letzter Reaktor später am Tag
- 2.000-Megawatt-Anlage; liegt rund 120 Kilometer südlich von Budapest
- 40 Prozent der ungarischen Stromerzeugung; Stromimporte sollen Defizit teilweise ausgleichen
Wie geht’s weiter?
- Ungarn bleibt aufgrund des gesunkenen Donauwassers vorerst ohne den Betrieb seines Atomkraftwerks Paks und gleicht das Defizit durch erhöhte Stromimporte aus
- Die Regierung priorisiert im Krisenplan Stromkürzungen bei Industrieunternehmen mit freiwilligen Verbrauchsreduktionen, während Haushalte nur als letztes Mittel begrenzt werden
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