Wirtschaft: EU verhängt Google-Bußgelder
Brüssel () – Die EU-Kommission hat Google wegen Verstößen gegen das Gesetz über digitale Märkte (DSA) mit Geldbußen in Höhe von insgesamt 890 Millionen Euro belegt. Die Brüsseler Behörde teilte am Donnerstag mit, dass Google seine eigenen Dienste in der Google-Suche bevorzuge und Beschränkungen für Unternehmen eingeführt habe, die Verbraucher zu alternativen Kaufkanälen auf Google Play führten.
In einer ersten Entscheidung wurde Google eine Geldbuße auferlegt, weil es seine eigenen Dienstleistungen, wie Einkaufs-, Hotel-, Transport- und Sportergebnisse, in der Google-Suche bevorzugt behandelt haben soll. Die Kommission stellte fest, dass Google seine eigenen Dienste prominenter in den Suchergebnissen anzeigt, während ähnliche Dienste von Drittanbietern nicht die gleiche Bedeutung erhalten.
Die zweite Entscheidung betrifft eine Geldbuße, die Google für die Einschränkung von App-Entwicklern auferlegt wurde. Diese sollten in der Lage sein, Kunden über alternative Angebote zu informieren und zu leiten. Google soll App-Entwickler jedoch daran gehindert haben, Angebote frei zu kommunizieren und Verträge mit Nutzern in Vertriebskanälen ihrer Wahl abzuschließen.
Die Kommission hat Google angewiesen, die Nichteinhaltung innerhalb von 60 Tagen zu beenden und Maßnahmen zu ergreifen, um die Dienste von Drittanbietern fair zu behandeln und App-Entwicklern mehr Freiheit zu gewähren. Andernfalls riskiert der Konzern Zwangsgelder in Höhe von bis zu fünf Prozent seines weltweiten Gesamtumsatzes.
„Google hat die wirksame Einhaltung des Gesetzes über digitale Märkte nicht eingehalten, und heute haben wir entschiedene, aber ausgewogene Durchsetzungsmaßnahmen ergriffen, um diese Verstöße zu sanktionieren“, sagte EU-Kommissionsvize Teresa Ribera. EU-Kommissionsviz Henna Virkkunen ergänzte, dass die beiden Beschlüsse die Entschlossenheit der EU bestätigten, das Gesetz über digitale Märkte anzuwenden, um Unternehmen und Innovationen zu schützen. „Die heutigen Beschlüsse sind ein klares Signal: Wir werden nicht zögern, unsere Instrumente zu nutzen, um die Geschäfts- und Innovationschancen des DMA zu sichern.“
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wirtschaft - Was ist passiert – was dahinter steckt
Was ist passiert?
- Die EU-Kommission hat Google wegen Verstößen gegen das Gesetz über digitale Märkte (DSA) mit insgesamt 890 Millionen Euro Geldbußen belegt
- Google habe eigene Dienste in der Google-Suche bevorzugt und App-Entwickler daran gehindert, Kunden über alternative Angebote zu informieren und Verträge in Vertriebskanälen ihrer Wahl abzuschließen
Warum ist das wichtig?
- Geldbußen von insgesamt 890 Millionen Euro zeigen, dass die EU digitale Marktregeln (DSA) konsequent durchsetzt
- Bevorzugung eigener Google-Dienste und Behinderung von Drittanbietern werden sanktioniert, was fairere Sichtbarkeit für Wettbewerber stärkt
- App-Entwickler sollen mehr Freiheit bekommen, alternative Angebote zu kommunizieren, um Verbrauchern bessere Wahlmöglichkeiten zu ermöglichen
Wer ist betroffen?
- Drittanbieter von Einkaufs-, Hotel-, Transport- und Sportdiensten
- App-Entwickler
Zahlen/Fakten?
- 890 Millionen Euro Geldbußen insgesamt
- Nichteinhaltung innerhalb von 60 Tagen beenden
- Zwangsgelder bis zu 5 Prozent des weltweiten Gesamtumsatzes
Wie geht’s weiter?
- Google muss die Verstöße gegen den Digital Markets Act innerhalb von 60 Tagen beenden und Drittanbieter-Dienste fairer behandeln sowie App-Entwicklern mehr Freiheit geben
- Andernfalls drohen Zwangsgelder von bis zu fünf Prozent des weltweiten Gesamtumsatzes von Google
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