Wirtschaft - Was ist passiert – was dahinter steckt
Rentenreform-Diskussion in Berlin 2023
Berlin () – Jens Südekum, Berater von Finanzminister Lars Klingbeil (SPD), spricht sich bei der anstehenden Rentenreform dafür aus, den Rentenbeginn nicht länger an eine feste Altersgrenze zu koppeln, sondern an eine Mindestanzahl von Beitragsjahren. „Die Lebensarbeitszeit ist eine Stellschraube, an die wir ranmüssen, um die gesetzliche Rente zu sichern“, sagte der Ökonom der „Bild am Sonntag“. Die Rente mit 70 für alle sei aber falsch. „Besser ist es, den Renteneintritt nicht an eine starre Alterszahl zu koppeln, sondern an eine Mindestanzahl von Beitragsjahren.“
Südekum, der als Professor an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf Volkswirtschaft lehrt, forderte: „Wir müssen auf die tatsächlichen Lebensarbeitszeiten gucken.“ Akademiker zahlten deutlich später in die Rentenkasse ein als jemand, der mit 16 oder 18 Jahren eine Lehre beginne und dann durcharbeite. „Den Rentenbeginn an die Beitragsjahre zu binden, ist gerechter.“
Der persönliche Berater von Klingbeil unterstrich die Notwendigkeit einer großen Rentenreform: „Die Babyboomer fangen erst jetzt an, in Rente zu gehen. Heißt: Die große finanzielle Belastung für die gesetzliche Rente kommt erst noch, und damit kommen wir an einer großen Rentenreform nicht vorbei.“
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Strand (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Jens Südekum spricht sich für eine Rentenreform aus, die den Rentenbeginn an eine Mindestanzahl von Beitragsjahren koppelt.
- Er warnt vor einer Rente mit 70 für alle und plädiert für gerechtere Regeln basierend auf Lebensarbeitszeiten.
- Südekum betont die Notwendigkeit einer großen Rentenreform wegen der bevorstehenden finanziellen Belastung durch die Babyboomer.
Warum ist das wichtig?
- Flexibilität beim Renteneintritt fördert Gerechtigkeit für verschiedene Berufsgruppen.
- Berücksichtigung der tatsächlichen Lebensarbeitszeiten ist entscheidend für die Rentensicherung.
- Notwendigkeit einer umfassenden Rentenreform aufgrund finanzieller Herausforderungen durch die Babyboomer-Generation.
Wer ist betroffen?
- Finanzminister Lars Klingbeil (SPD)
- Akademiker
- Babyboomer
Zahlen/Fakten?
- Renteneintritt soll an Mindestanzahl von Beitragsjahren gekoppelt werden
- Altersgrenze für Rentenbeginn wird als unzureichend angesehen
- Babyboomer fangen erst jetzt an, in Rente zu gehen; finanzielle Belastung kommt erst noch
Wie geht’s weiter?
- Anpassung des Rentenbeginns an Beitragsjahre statt an Altersgrenze
- Berücksichtigung tatsächlicher Lebensarbeitszeiten
- Notwendigkeit einer umfassenden Rentenreform
- Bericht: Bund einigt sich über Einstieg bei Panzerbauer KNDS - 12. Mai 2026
- Wolfram Weimer outet sich als langjähriger ESC-Fan - 12. Mai 2026
- Sportanlage Kästorf: A-Platz erhält neue Drainage - 12. Mai 2026
