Politik: Bundesratsinitiative für Fernverkehr in Bayern
München () – Bayern hat eine Bundesratsinitiative zur Sicherung des Fernverkehrs auch abseits der Metropolen auf den Weg gebracht. Das teilte Landesverkehrsminister Christian Bernreiter (CSU) am Donnerstag mit.
Hintergrund ist eine Entscheidung der Bundesnetzagentur, die neuen Anbietern den Zugang zum Fernverkehr auf hochbelasteten Strecken erleichtern soll. Die bayerische Initiative soll nach der Sommerpause im Bundesrat vorgestellt werden.
„Mit unserer Bundesratsinitiative geht Bayern voran“, sagte Bernreiter. „Wir wollen – idealerweise im Schulterschluss mit vielen anderen Ländern – deutlich machen, dass die aktuellen Entwicklungen und Änderungen zu kurz gedacht sind und deutlich weiter greifende Anpassungen notwendig sind.“ Die Entscheidung der Bundesnetzagentur vom 17. Juli sieht vor, dass die DB Infrago künftig Mindestkontingente von 25 bis 40 Prozent für Konkurrenten der DB bei hochbelasteten Strecken vorsehen muss.
Bernreiter forderte, dass der Fernverkehr nicht nur große Metropolen, sondern auch Oberzentren wie Bamberg oder Ingolstadt anbinden müsse. „Neue Anbieter wollen in erster Linie finanziell lukrative Strecken bedienen und Direktverbindungen anbieten, vor allem zwischen den deutschen Millionenstädten. So eine Rosinenpickerei geht gar nicht“, kritisierte er. Der Minister verlangte zudem einen besseren Schutz für den Schienenpersonennahverkehr und durchgängige Tickets zwischen verschiedenen Anbietern sowie zwischen Fern- und Nahverkehr.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Reisende bei der Deutschen Bahn (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt
Was ist passiert?
- Bayern bringt eine Bundesratsinitiative zur Sicherung des Fernverkehrs auch abseits der Metropolen auf den Weg, vorgestellt nach der Sommerpause
- Hintergrund ist die Entscheidung der Bundesnetzagentur vom 17. Juli, nach der die DB Infrago künftig Mindestkontingente von 25 bis 40 Prozent für Konkurrenten bei hochbelasteten Strecken bereitstellen muss
- Bayerns Verkehrsminister fordert, dass der Fernverkehr auch Oberzentren wie Bamberg oder Ingolstadt anbinden soll, und kritisiert „Rosinenpickerei“ sowie verlangt besseren Schutz für den Nahverkehr und durchgängige Tickets zwischen Anbietern sowie zwischen Fern- und Nahverkehr
Warum ist das wichtig?
- Sicherung des Fernverkehrs auch abseits der Metropolen durch Anpassungen nach der Bundesratsinitiative im Schulterschluss der Länder
- Vermeidung von Rosinenpickerei durch neue Anbieter auf finanziell lukrativen Strecken statt flächendeckender Anbindung auch von Oberzentren wie Bamberg oder Ingolstadt
- Schutz für Schienenpersonennahverkehr sowie bessere durchgängige Tickets zwischen verschiedenen Anbietern und zwischen Fern- und Nahverkehr
Wer ist betroffen?
- Reisende im Fernverkehr in Bayern, die auch abseits der Metropolen an Oberzentren wie Bamberg oder Ingolstadt angebunden werden sollen
- Schienenpersonennahverkehr und dessen Fahrgäste, die durch besseren Schutz profitieren sollen
- Neue Anbieter und Konkurrenten der DB, die durch Mindestkontingente bei hochbelasteten Strecken Zugang zum Fernverkehr erhalten könnten
Zahlen/Fakten?
- Entscheidung der Bundesnetzagentur vom 17. Juli: DB Infrago muss künftig Mindestkontingente von 25 bis 40 Prozent für Konkurrenten der DB bei hochbelasteten Strecken vorsehen
- 25 bis 40 Prozent Mindestkontingente sollen Konkurrenten auf hochbelasteten Strecken ermöglichen
- Initiative soll nach der Sommerpause im Bundesrat vorgestellt werden
Wie geht’s weiter?
- Bayern bringt nach der Sommerpause eine Bundesratsinitiative zur Sicherung des Fernverkehrs in den Bundesrat ein
- Ziel ist, dass Anpassungen auch abseits der Metropolen greifen und Fernverkehr Oberzentren wie Bamberg und Ingolstadt besser anbinden muss
- Verlangt wird außerdem besserer Schutz für den Schienenpersonennahverkehr sowie durchgängige Tickets zwischen Anbietern und zwischen Fern- und Nahverkehr
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