Politik: Bundesnetzagentur Bonn setzt neue Bahntrassenpreise
Bonn () – Die Bundesnetzagentur hat die Ende letzten Jahres genehmigten Trassenentgelte für das deutsche Bahnnetz aufgehoben und neu festgesetzt. Während die Trassenpreise für den Fernverkehr und den Güterverkehr sinken, müssen Verkehrsunternehmen im Nahverkehr künftig höhere Entgelte zahlen.
Hintergrund ist das EuGH-Urteil vom 19. März 2026, mit dem die sogenannte „Trassenpreisbremse“ für den Nahverkehr für unionsrechtswidrig erklärt worden war. Dadurch waren die jährlichen Erhöhungen der Trassenentgelte im Nahverkehr unabhängig von den tatsächlichen Infrastrukturkosten begrenzt worden. Gestiegene Kosten der DB InfraGO mussten vor allem vom Fern- und Güterverkehr getragen werden.
Nach Angaben der Bundesnetzagentur steigen die Trassenentgelte bei der DB InfraGO für den Nahverkehr nun um neun Prozent. Gleichzeitig werden die Entgelte für den Fernverkehr um 17 Prozent und für den Güterverkehr um zwölf Prozent gesenkt. Im DB RegioNetz fallen die Änderungen ähnlich aus: plus elf Prozent im Nahverkehr, minus 18 Prozent im Fernverkehr und minus 14 Prozent im Güterverkehr.
Insgesamt wird der Nahverkehr auf der Schiene mit rund 400 Millionen Euro zusätzlich belastet, während Fern- und Güterverkehr in gleicher Höhe entlastet würden, teilte die Bundesnetzagentur mit.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | S-Bahn-Züge der Bahn (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wirtschaft - Was ist passiert – was dahinter steckt
Was ist passiert?
- Bundesnetzagentur hebt Ende des Vorjahres genehmigte Trassenentgelte auf und setzt sie für das deutsche Bahnnetz neu fest
- Aufgrund des EuGH-Urteils zur unionsrechtswidrigen Trassenpreisbremse steigen die Entgelte im Nahverkehr, während sie im Fern- und Güterverkehr sinken
- Nahverkehr wird insgesamt zusätzlich mit rund 400 Millionen Euro belastet, Fern- und Güterverkehr würden entsprechend entlastet
Warum ist das wichtig?
- Nahverkehrsunternehmen müssen künftig höhere Trassenentgelte zahlen (u. a. +9% bzw. +11%), weil die „Trassenpreisbremse“ für den Nahverkehr wegen eines EuGH-Urteils aufgehoben wurde
- Die Kosten werden dadurch umverteilt: Fernverkehr und Güterverkehr zahlen weniger (+ bzw. minus je nach Netz, insgesamt ca. -17% Fernverkehr und -12% Güterverkehr)
- Der Schienen-Nahverkehr wird insgesamt mit rund 400 Millionen Euro zusätzlich belastet, während Fern- und Güterverkehr in gleicher Höhe entlastet werden
Wer ist betroffen?
- Verkehrsunternehmen im Nahverkehr
- Nahverkehr auf der Schiene (zusätzliche Belastung von rund 400 Millionen Euro)
- Fernverkehr und Güterverkehr (Entlastung)
Zahlen/Fakten?
- neun Prozent höhere Trassenentgelte für den Nahverkehr bei der DB InfraGO
- 17 Prozent weniger Trassenentgelte für den Fernverkehr und zwölf Prozent weniger für den Güterverkehr bei der DB InfraGO
- rund 400 Millionen Euro zusätzliche Belastung für den Schienen-Nahverkehr jährlich
Wie geht’s weiter?
- Nahverkehr auf der Schiene wird künftig mit höheren Trassenentgelten belastet, konkret bei DB InfraGO plus 9 Prozent bzw. im DB RegioNetz plus 11 Prozent
- Insgesamt wird der Nahverkehr um rund 400 Millionen Euro zusätzlich belastet, während Fern- und Güterverkehr entsprechend um denselben Betrag entlastet würden
- Hubig begrüßt Wechsel von Warken ins Kanzleramt - 23. Juli 2026
- Regensburg: SEK nimmt Tatverdächtigern nach Messerangriff fest - 23. Juli 2026
- Messerangriff in Regensburger Bankfiliale: Tatverdächtiger festgenommen - 23. Juli 2026
