Wirtschaft: Deutsche Bank in Frankfurt
Frankfurt am Main () – Ermittler von Staatsanwaltschaft und Steuerfahndung haben am Mittwochmorgen offenbar die Zentrale der Deutschen Bank in Frankfurt am Main durchsucht. Das berichten das Portal „Business Insider“ und die „Welt“.
Die Maßnahmen sollen den Berichten zufolge im Zusammenhang mit Ermittlungen wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung im Zusammenhang mit Cum-Cum-Geschäften stehen. Cum-Cum beschreibt eine Methode, mit der verschiedene Wirtschaftsakteure im In- und Ausland durch das Hin- und Herschieben von Aktien deutscher Unternehmen rund um den Dividendenstichtag versucht haben, die Abgabenlast bei der Kapitalertragssteuer zu reduzieren.
Anders als bei kriminellen Cum-Ex-Deals sind Cum-Cum-Geschäfte nicht per se illegal. Richter und Ermittler betrachten die Konstruktionen aber zunehmend mit Skepsis.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Deutsche Bank (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wirtschaft - Was ist passiert – was dahinter steckt
Was ist passiert?
- Ermittler von Staatsanwaltschaft und Steuerfahndung haben die Zentrale der Deutschen Bank in Frankfurt am Main durchsucht
- Die Durchsuchungen stehen Berichten zufolge im Zusammenhang mit Ermittlungen wegen Verdachts der Steuerhinterziehung bei Cum-Cum-Geschäften
- Cum-Cum-Geschäfte sollen über das Hin- und Herschieben von Aktien rund um den Dividendenstichtag die Abgabenlast bei der Kapitalertragssteuer reduzieren
Warum ist das wichtig?
- Ermittlungen wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung im Zusammenhang mit Cum-Cum-Geschäften betreffen die Deutsche Bank und klären potenzielle Steuerumgehungen
- Cum-Cum-Gestaltungen zielen darauf ab, rund um den Dividendenstichtag die Kapitalertragssteuerabgaben zu reduzieren, was die Höhe der Steuereinnahmen beeinflussen kann
- Auch wenn Cum-Cum nicht automatisch illegal ist, erhöhen Ermittlungen und gerichtliche Skepsis den Handlungsdruck für mehr Transparenz und mögliche Anpassungen bei solchen Konstruktionen
Wer ist betroffen?
- Ermittler von Staatsanwaltschaft und Steuerfahndung
- Die Zentrale der Deutschen Bank in Frankfurt am Main
- Wirtschaftsakteure, die an Cum-Cum-Geschäften beteiligt waren
Zahlen/Fakten?
- Durchsuchung der Zentrale der Deutschen Bank in Frankfurt am Main am Mittwochmorgen
- Ermittlungen wegen Verdachts der Steuerhinterziehung im Zusammenhang mit Cum-Cum-Geschäften
- Cum-Cum-Geschäfte: Aktien rund um den Dividendenstichtag hin- und hergeschoben zur Reduzierung der Abgabenlast bei der Kapitalertragssteuer
Wie geht’s weiter?
- Weitere Ermittlungen zu mutmaßlicher Steuerhinterziehung im Zusammenhang mit Cum-Cum-Geschäften gegen Verantwortliche der Deutschen Bank
- Ermittlungen und Durchsuchungsmaßnahmen in der Frankfurter Bankzentrale zur Klärung der Cum-Cum-Konstruktionen rund um den Dividendenstichtag
- Fortgesetzte Prüfung der Rechtmäßigkeit der Cum-Cum-Geschäfte durch Richter und Ermittler trotz bisher fehlender grundsätzlicher Illegalität
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