Gesellschaft: Leihmutterschaft in Deutschland
Frankfurt am Main () – Mitglieder des Deutschen Ethikrats widersprechen den Überlegungen ihres Vorsitzenden Helmut Frister, die altruistische Leihmutterschaft in Deutschland zuzulassen. Das berichtet die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (Mittwochausgabe).
Die Ethikratsmitglieder Jochen Sautermeister und Gregor Thüsing wenden sich gegen die Pläne. „Anstatt ideale Bedingungen für eine altruistische Leihmutterschaft rechtlich konstruieren zu wollen, um problematische Konstellationen auszuschließen, sollte zum Schutz der Würde der Frauen und der Würde des Kindes auch die altruistische Leihmutterschaft in Deutschland verboten bleiben“, sagte Sautermeister.
Gesundheitliche Risiken, psychischer Druck „und insbesondere die Instrumentalisierung“ seien auch im altruistischen Modell gegeben, erklärte Thüsing. Um zu verhindern, dass das Leihmutterschaftverbot umgangen wird, sei ein Blick nach Italien hilfreich. „Wenn der deutsche Staat die Risiken und Gefährdungen der Leihmutterschaft aus guten Gründen nicht will, dann ist der Schritt, den Italien vor zwei Jahren gegangen ist, konsequent und richtig“, sagte Thüsing. In Italien ist es verboten, die Dienste einer Leihmutter im Ausland in Anspruch zu nehmen.
Frister hatte am Dienstag im Deutschlandfunk gesagt, er sei bei dem Thema „gespalten“, da es schwierig sei, Schutzmechanismen „wirklich in der Praxis durchzusetzen“. Er neige aber eher dazu, die altruistische Leihmutterschaft unter bestimmten Voraussetzungen zuzulassen.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt
Was ist passiert?
- Mitglieder des Deutschen Ethikrats widersprechen den Überlegungen des Vorsitzenden Helmut Frister, altruistische Leihmutterschaft in Deutschland zuzulassen
- Sie argumentieren, dass auch im altruistischen Modell gesundheitliche Risiken, psychischer Druck und eine Instrumentalisierung der Beteiligten bestehen
- Sie betonen ein Beispiel aus Italien, wo die Nutzung von Leihmutterschaft im Ausland verboten ist, um ein Umgehen des Leihmutterschaftverbots zu verhindern
Warum ist das wichtig?
- Schutz der Würde von Frauen und Kindern gegen rechtliche Ermöglichung altruistischer Leihmutterschaft
- Auch im altruistischen Modell bestehen Gesundheitsrisiken, psychischer Druck und mögliche Instrumentalisierung
- Vermeidung von Umgehungen des Leihmutterschaftverbots durch Orientierung an Ländern wie Italien mit Verbot von Auslandsinanspruchnahme
Wer ist betroffen?
- Mitglieder des Deutschen Ethikrats, insbesondere Helmut Frister sowie Jochen Sautermeister und Gregor Thüsing
- Frauen und das Kind bei altruistischer Leihmutterschaft
- Der deutsche Staat im Hinblick auf Schutz und mögliche Umgehung des Leihmutterschaftverbots
Zahlen/Fakten?
- Es ist in Italien verboten, die Dienste einer Leihmutter im Ausland in Anspruch zu nehmen
- Italien ging diesen Schritt vor zwei Jahren
- Der Deutsche Ethikrat widerspricht den Plänen, altruistische Leihmutterschaft in Deutschland zuzulassen
Wie geht’s weiter?
- Der Ethikrat will, dass altruistische Leihmutterschaft in Deutschland verboten bleibt, um Würde von Frauen und Kindern zu schützen
- Als Alternative zur rechtlichen Zulassung wird ein Blick nach Italien genannt, wo die Inanspruchnahme von Leihmutterschaft im Ausland verboten ist
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