GdP: Alkoholverbot an Bahnhöfen kaum umsetzbar

21. Juli 2026
1 min Lesezeit

Bundespolizei: Alkoholverbot in

Berlin () – Ein konsequentes Alkoholverbot an Bahnhöfen und in Zügen ist mit dem derzeitigen Personalstand der Bundespolizei offenbar kaum realistisch.

„Wer soll es kontrollieren? Wir haben Überstunden, wir haben Krankheitssituationen der Polizei. Wir haben ein Personaldefizit bei der Polizei“, sagte Alexander Poitz, stellvertretender Bundesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei (GdP), den Sendern RTL und ntv. Die Bundespolizei sei zudem bei Großveranstaltungen und Grenzkontrollen gebunden.

Poitz fordert, ein Verbot müsse zwingend auch in den Zügen gelten. „Es macht keinen Sinn, an den Bahnhöfen ein Alkoholverbot umzusetzen und dann aber in der Bahn selbst Alkohol konsumieren zu dürfen“, sagte der GdP-Vize. Angesichts der Gewaltexzesse sei die Forderung grundsätzlich aus seiner Sicht gerechtfertigt, doch ohne zusätzliches Personal bleibe sie schwer durchzusetzen: „Ich glaube, konsequent zu kontrollieren und eine hundertprozentige Entfernung des Alkohols von Bahnhöfen und Zügen wird nicht möglich sein.“

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Berlin Hauptbahnhof (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

GdP: Alkoholverbot an Bahnhöfen kaum umsetzbar

Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt

Was ist passiert?

  • Die Bundespolizei sieht ein konsequentes Alkoholverbot an Bahnhöfen und in Zügen aufgrund von Personaldefiziten, Überstunden und Krankheitssituationen als kaum umsetzbar an
  • Der Gewerkschaftsvertreter fordert, das Verbot auch in Zügen durchzusetzen, hält aber eine hundertprozentige Kontrolle ohne zusätzliches Personal für nicht möglich
  • Die Bundespolizei sei zudem bei Großveranstaltungen und Grenzkontrollen gebunden, wodurch die Kontrolle weiter erschwert werde

Warum ist das wichtig?

  • Ohne ausreichendes Bundespolizei-Personal sind Kontrollen eines Alkoholverbots an Bahnhöfen und in Zügen kaum realistisch
  • Die Umsetzung scheitert besonders an Überstunden, Krankheitssituationen und bestehenden Personaldefiziten der Polizei
  • Ein Verbot ist zwar bei Gewaltexzessen grundsätzlich gerechtfertigt, aber ohne zusätzliches Personal wird eine hundertprozentige Durchsetzung nicht möglich sein

Wer ist betroffen?

  • Reisende in Bahnhöfen und in Zügen
  • Bundespolizei, die die Kontrolle eines Alkoholverbots übernehmen müsste

Zahlen/Fakten?

  • Personaldefizit bei der Polizei laut Alexander Poitz
  • Bundespolizei gebunden bei Großveranstaltungen und Grenzkontrollen
  • Poitz: „hundertprozentige“ Entfernung/Kontrolle nicht möglich

Wie geht’s weiter?

  • Bundespolizei hat wegen Personaldefizit, Überstunden und Krankheitssituationen Schwierigkeiten, ein konsequentes Alkoholverbot an Bahnhöfen und in Zügen flächendeckend zu kontrollieren
  • Verbot sollte auch in den Zügen gelten, da sonst an Bahnhöfen verboten und in der Bahn weiter Alkohol erlaubt wäre
  • Ohne zusätzliches Personal wird eine hundertprozentige Entfernung und konsequente Kontrolle von Alkohol nicht möglich sein
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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