Ramona Pop gegen Social-Media-Verbot für Jugendliche

18. Juli 2026
1 min Lesezeit

Gesellschaft: Verbraucherschutz bei Social Media

() – In der Debatte um ein Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche spricht sich Ramona Pop gegen einen solchen Schritt aus. Die Vorständin der Bundesverbraucherzentrale sagte den Zeitungen der Funke-Mediengruppe: „Ich bin gegen ein einfaches Social-Media-Verbot für Jugendliche, weil man damit wenig erreicht und Jugendliche ausschließt.“ Pop sprach sich jedoch für eine „klare und harte Regulierung der Plattformen“ aus.

Als Beispiel nannte Deutschlands oberste Verbraucherschützerin die automatisierte Standortfreigabe bei vielen Apps der sozialen Netzwerke. Jeder in der Umgebung könne einen dann finden und auch anschreiben, so Pop. „Das ist unheimlich. Und gefährlich. Genau das sind Mechanismen, die kontrolliert und reguliert werden müssen.“ Das automatische Abspielen von Videos sowie endloses Scrollen sollte verboten werden, forderte Pop.

Zuletzt hatten EU-Experten sich für ein Verbot von sozialen Netzwerken für unter 13-Jährige ausgesprochen. Zuvor hatte Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) sich ebenfalls für solch ein Verbot ausgesprochen. Pop hingegen befürwortet eine harte Regulierung der Plattformen und kein starres Verbot für Kinder und Jugendliche. Sie unterstützt ihre Argumentation mit neuesten Zahlen aus dem neuen, bisher unveröffentlichten Verbraucherreport der Bundesverbraucherzentrale. Dort sagen 81 Prozent der 14- bis 29-Jährigen, dass Online-Plattformen stärker in die Verantwortung genommen werden sollten, ihre Angebote so zu gestalten, dass sie für alle Nutzer sicher sind, anstatt Kinder und Jugendliche pauschal von digitalen Diensten auszuschließen.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Junge Leute mit ihren Smartphones (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Ramona Pop gegen Social-Media-Verbot für Jugendliche

Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt

Was ist passiert?

  • Ramona Pop spricht sich gegen ein pauschales Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche aus, fordert stattdessen eine klare und harte Regulierung der Plattformen
  • Als Beispiele nennt sie die automatische Standortfreigabe sowie das automatische Abspielen von Videos und endloses Scrollen, die verboten bzw. kontrolliert werden müssten
  • 81 Prozent der 14- bis 29-Jährigen finden, dass Online-Plattformen stärker in die Verantwortung genommen werden sollten, statt Kinder und Jugendliche pauschal auszuschließen

Warum ist das wichtig?

  • Ein pauschales Social-Media-Verbot für Jugendliche erreicht nach Ramona Pop wenig und schließt Jugendliche aus
  • Gefährliche Mechanismen wie automatische Standortfreigabe sowie unkontrolliertes Videoabspielen und endloses Scrollen sollten verboten und reguliert werden
  • Viele junge Menschen fordern, dass Plattformen stärker in die Verantwortung genommen werden, damit Angebote sicher sind, statt Kinder und Jugendliche pauschal auszuschließen

Wer ist betroffen?

  • Jugendliche und Kinder
  • 14- bis 29-Jährige Nutzer
  • Nutzer von Social-Media-Plattformen (z. B. bei Apps mit automatisierter Standortfreigabe)

Zahlen/Fakten?

  • 81 Prozent der 14- bis 29-Jährigen wollen, dass Online-Plattformen stärker in die Verantwortung genommen werden, damit die Angebote für alle Nutzer sicher sind
  • Unter 13-Jährige sollen laut EU-Experten ein Verbot von sozialen Netzwerken bekommen

Wie geht’s weiter?

  • Klare und harte Regulierung der Plattformen statt eines einfachen Social-Media-Verbots für Jugendliche
  • Automatisierte Standortfreigabe und Funktionen wie automatisches Video-Abspielen sowie endloses Scrollen sollen verboten bzw. kontrolliert werden
  • Plattformen stärker in die Verantwortung nehmen, um sichere Angebote für alle Nutzer zu gewährleisten statt Kinder und Jugendliche pauschal auszuschließen
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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