Rheinland-Pfalz - Was ist passiert – was dahinter steckt
Gesellschaft: Verkehrswahrnehmung bei Sehbeeinträchtigung in Mainz
Mainz () – Menschen mit altersbedingter Makuladegeneration können die Ankunftszeit herannahender Fahrzeuge nahezu ebenso genau einschätzen wie Personen mit normalem Sehvermögen. Das hat eine internationale Studie unter Beteiligung der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ergeben, wie die Hochschule am Donnerstag mitteilte.
Die Forschung verglich ältere Erwachsene mit der Sehbeeinträchtigung mit einer Kontrollgruppe in virtuellen Verkehrsszenarien.
Die Teilnehmer sollten in einer virtuellen Straßenszene einen Knopf drücken, wenn sie glaubten, ein sich näherndes Fahrzeug würde sie erreichen. Die Informationen wurden dabei entweder nur visuell, nur akustisch oder kombiniert präsentiert. Überraschenderweise schnitten beide Gruppen sehr ähnlich ab, wobei die Personen mit Sehverlust unter rein visuellen Bedingungen etwas stärker auf bildhafte Hinweise wie die Fahrzeuggröße zurückgriffen.
Die Forscher weisen jedoch darauf hin, dass die Studie bewusst vereinfachte Szenarien mit nur einem Fahrzeug verwendete.
Die Ergebnisse lassen daher keine direkten Rückschlüsse auf die sichere Navigation im realen Straßenverkehr zu. An der Studie waren neben Mainz auch die Rice University in Texas sowie weitere amerikanische und französische Forschungseinrichtungen beteiligt.
Die Ergebnisse wurden im Fachjournal „PLOS One“ veröffentlicht.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Straßenverkehr (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Personen mit altersbedingter Makuladegeneration schätzen Ankunftszeiten herannahender Fahrzeuge ähnlich gut ein wie Personen mit normalem Sehvermögen.
- Die Studie verwendete vereinfachte virtuelle Verkehrsszenarien mit nur einem Fahrzeug.
- Ergebnisse lassen keine direkten Rückschlüsse auf die sichere Navigation im realen Straßenverkehr zu.
Warum ist das wichtig?
- Beeinträchtigung des Sehvermögens hat weniger Einfluss auf die Einschätzung der Ankunftszeit von Fahrzeugen, als angenommen.
- Wichtige Erkenntnis für die Verkehrssicherheit älterer Menschen mit Sehbehinderung.
- Ergebnisse bieten Ansatzpunkte für künftige Forschung zur sicheren Navigation im Straßenverkehr.
Wer ist betroffen?
- Menschen mit altersbedingter Makuladegeneration
- Ältere Erwachsene mit Sehbeeinträchtigung
- Kontrollgruppe mit normalem Sehvermögen
Zahlen/Fakten?
- Altersbedingte Makuladegeneration: Einschätzung von Ankunftszeiten nahezu ebenso genau wie bei Normalsehkraft
- Studie: Vergleich älterer Erwachsener mit Sehbeeinträchtigung und Kontrollgruppe
- Ergebnisse veröffentlicht in „PLOS One“
Wie geht’s weiter?
- Weitere Forschungen zur sicheren Navigation im realen Straßenverkehr notwendig
- Erweiterung der Studienbedingungen mit mehreren Fahrzeugen
- Veröffentlichung und Diskussion der Ergebnisse in Fachkreisen anstreben
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