AfD-Landeschef weist Forderung zu Listenneuwahl zurück

17. Juli 2026
1 min Lesezeit

AfD NRW: Streit um Kandidatenliste 2027
() – Der Landesvorsitzende der AfD in , Martin Vincentz, hat die Forderung der Parteispitze zum Abbruch der Aufstellungsversammlung der nordrhein-westfälischen AfD für die Landtagswahl 2027 und einer Neuwahl der Liste zurückgewiesen. Das geht aus einem Schreiben des Landeschefs an Weidel von Freitagmorgen hervor, über das die „Welt“ berichtet.

„Mit einiger Verwunderung nehme ich zur Kenntnis, dass dem Bundesvorstand zunächst eine Mediation überaus wichtig war – nachdem die Delegierten eine andere Kandidatenliste gewählt hatten als offenbar erhofft -, und dass nun, nachdem diese Mediation an den fortgesetzten Sabotageversuchen gescheitert ist, angebliche Rechtsunsicherheiten angeführt werden, die die Liste in Gänze gefährden sollen“, heißt es darin.

Es dränge sich mithin die Frage auf, „ob es um die Rechtssicherheit der Liste geht – oder um ihre Zusammensetzung“, schreibt Vincentz laut Bericht.

„Einer Amtsenthebung eines Landesvorstands, der nichts anderes tut, als geltendes Wahl- und Satzungsrecht zu befolgen, fehlt jede Grundlage – sie wäre ein Rechtsverstoß des Bundesvorstandes“, schreibt er. „Schließlich spricht es Bände, dass die von Ihnen geführte Mehrheit des Bundesvorstands zur dokumentierten Sabotage aus den Reihen des eigenen Vorstands bis heute kein Wort verliert – kein Wort der Distanzierung, kein Wort der Aufklärung.“

Die „Welt“ hatte am Mittwoch über eine offenbar von Vize-Bundeschef SvenTritschler gegründete Chatgruppe namens „Operation Filibuster“ berichtet, in der die Massenkandidaturen aus dem Lager des Bundestagsabgeordneten Matthias Helferich und damit einhergehenden Blockaden der Wahlversammlung geplant worden sein sollen.

Auch mehrere Mitarbeiter des Bundesvorstandsmitglieds Maximilian Kneller sollen Teil der Gruppe sein, hieß es.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Martin Vincentz (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

AfD-Landeschef weist Forderung zu Listenneuwahl zurück

Nordrhein-Westfalen - Was ist passiert – was dahinter steckt

Was ist passiert?

  • Martin Vincentz weist die Forderung der AfD-Parteispitze zurück, die Aufstellungsversammlung für die Landtagswahl 2027 in Nordrhein-Westfalen abzubrechen und eine Neuwahl der Liste durchzuführen
  • Er kritisiert, dass eine zuvor angestoßene Mediation gescheitert sei und nun angebliche Rechtsunsicherheiten als Begründung angeführt würden
  • Laut Bericht soll es eine von Sven Tritschler initiierte Chatgruppe „Operation Filibuster“ gegeben haben, in der Blockaden der Wahlversammlung geplant worden sein sollen

Warum ist das wichtig?

  • Vincentz weist den geplanten Abbruch der Aufstellungsversammlung und eine Neuwahl der Liste zurück
  • Das Schreiben betont rechtliche Bedenken und sieht eine Amtsenthebung des Landesvorstands als unbegründeten Rechtsverstoß des Bundesvorstands
  • Die Berichte über mögliche „Sabotageversuche“ und eine Chatgruppe („Operation Filibuster“) sollen die aktuelle Parteientscheidung erklären und sind damit relevant für die Glaubwürdigkeit der Verfahrensführung

Wer ist betroffen?

  • Martin Vincentz (Landesvorsitzender der AfD in Nordrhein-Westfalen)
  • Delegierte der nordrhein-westfälischen AfD für die Landtagswahl 2027
  • Weidel / Bundesvorstand der AfD

Zahlen/Fakten?

  • Landtagswahl 2027
  • Schreiben vom Freitagmorgen
  • Chatgruppe „Operation Filibuster“

Wie geht’s weiter?

  • Vincentz weist die Forderung von AfD-Parteispitze zurück, die Aufstellungsversammlung abzubrechen und eine Neuwahl der Liste vorzunehmen
  • Vincentz kritisiert gescheiterte Mediation und behauptete „Sabotageversuche“, stellt die Frage nach den Gründen für angebliche Rechtsunsicherheiten
  • Vincentz sieht keine Grundlage für eine Amtsenthebung des Landesvorstands und verweist auf fehlende Distanzierung oder Aufklärung innerhalb des Bundesvorstands
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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