Wirtschaft - Was ist passiert – was dahinter steckt
Wirtschaft: Industrie äußert Kritik an Reformpaket
Berlin () – Der Industrieverband BDI hat grundsätzliche Kritik am Reformpaket der Bundesregierung zurückgewiesen. Die Maßnahmen zeigten, dass die Koalition arbeitsfähig sei und Reformwillen habe, sagte BDI-Hauptgeschäftsführerin Tanja Gönner dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Freitagausgaben). Sie warnte davor, die Einigung als Minimalkonsens kleinzureden.
Komplett zufrieden zeigte sich der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) mit dem Ergebnis jedoch nicht. „Für einen spürbaren Wachstums- und Investitionsimpuls reichen die geplanten Reformen aber nicht aus“, sagte Gönner.
Die Industrie hätte sich demnach beispielsweise eine Steuerreform mit größeren Entlastungen für Unternehmen vorstellen können. „Eine komplette Abschaffung des Solidaritätszuschlags hätte weitere Impulse gegeben“, so Gönner. Dieses Geld stehe den Unternehmen nun nicht für Investitionen zur Verfügung.
Die BDI-Hauptgeschäftsführerin begrüßte die geplante Einführung einer Krankschreibung ab dem ersten Tag. „Wir müssen in diesem Land eine gemeinsame Kraftanstrengung unternehmen. Das bedeutet auch, anders auf die Frage von Mehrarbeit zu schauen“, so Gönner.
Deutschland schneide bei der Zahl der Krankheitstage im internationalen Durchschnitt schlecht ab, da gebe es Handlungsbedarf. „Die konkrete Ausgestaltung soll jetzt auch über Tarifverträge und Betriebsvereinbarungen geregelt werden können. So halte ich das insgesamt für hilfreich“, sagte Gönner.
In der Debatte gehe es nicht um das Bild vom faulen Drückeberger, sondern darum, die Ärmel hochzukrempeln und nach vorne zu schauen. Um ins Risiko gehen zu können und zu investieren, seien Unternehmer auf verlässliche Arbeitnehmer angewiesen, so Gönner. „Das in einem guten Miteinander hinzubekommen, ist für uns das Entscheidende.“
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Haus der Deutschen Wirtschaft (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- BDI kritisiert Reformpaket der Bundesregierung, sieht jedoch Arbeitsfähigkeit der Koalition.
- BDI fordert stärkere steuerliche Entlastungen und ist unzufrieden mit den Reformen.
- Einführung einer Krankschreibung ab dem ersten Tag wird positiv bewertet.
Warum ist das wichtig?
- Unterstützung für Reformwillen der Regierung zeigt Handlungsfähigkeit
- Fehlende Maßnahmen gefährden wirtschaftliches Wachstum und Investitionen
- Verbesserung der Krankheitsregelung könnte die Produktivität erhöhen
Wer ist betroffen?
- Unternehmen
- Arbeitnehmer
- Industrie
Zahlen/Fakten?
- BDI-Hauptgeschäftsführerin Tanja Gönner spricht von unzureichenden Reformen für Wachstum und Investitionen.
- Steuerreform mit größeren Entlastungen für Unternehmen gefordert.
- Deutschland hat im internationalen Durchschnitt eine hohe Anzahl an Krankheitstagen.
Wie geht’s weiter?
- Steuerreform mit größeren Entlastungen für Unternehmen fordern
- Einführung der Krankschreibung ab dem ersten Tag unterstützen
- Ausgestaltung über Tarifverträge und Betriebsvereinbarungen ermöglichen
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