Studie: Jeder Dritte verzichtet nach KI-Einschätzung auf Arztbesuch

10. Juli 2026
1 min Lesezeit

Studie: Jeder Dritte verzichtet nach KI-Einschätzung auf Arztbesuch

Vermischtes - Was ist passiert – was dahinter steckt

Gesellschaft: Einfluss von KI auf Gesundheitsbesuche

() – Eine Befragung der Krankenkasse Pronova BKK legt nahe, dass fast jeder dritte Deutsche nach einer Unterhaltung mit einer sogenannten „Künstlichen Intelligenz“ (KI) auf den Besuch einer Arztpraxis verzichtet. Das berichten die Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Freitagausgaben). Für ihre Studie „KI-Nutzung im privaten Alltag 2026“ befragte die Krankenkasse bundesweit knapp 3.500 erwachsene Frauen und Männer zu ihrer KI-Nutzung in Bereichen wie Partnerschaft, Erziehung und Gesundheit.

Vor allem jüngere Patienten erhoffen sich demnach Antworten und Hilfe von der Künstlichen Intelligenz. Fast 90 Prozent der befragten 18- bis 29-Jährigen nutzen KI bei gesundheitlichen Fragen. Über die Hälfte der Befragten hat sich laut der Krankenkasse sogar bereits eine Diagnose bei den Sprachmodellen geholt, statt zum Arzt zu gehen.

Aber auch bei den Über-60-Jährigen ist die Technik angekommen: Hier nutzt rund jeder vierte Befragte KI bei Gesundheitsfragen. Über alle Altersgruppen holen sich 46 Prozent der Befragten medizinischen Rat von ChatGPT und anderen Sprachmodellen.

Wie aus der Erhebung hervorgeht, ist die Zufriedenheit mit den Tools hoch: 87 Prozent der Befragten hatten ein gutes Gefühl bei den Ratschlägen, die sie bekommen haben. Viele schätzen, dass KI ausführliche Antworten liefert und verständlich aufarbeitet. Trotzdem bleibt die klassische Arztpraxis für viele die verlässlichere Anlaufstelle.

Anke Hurst, Beratungsärztin bei der Pronova BKK, warnt vor blindem Vertrauen in die sogenannte „Künstliche Intelligenz“. Die ausformulierten Erklärungen klängen oft sehr überzeugend und erweckten einen verlässlichen Eindruck. In Wahrheit könne KI aber veraltete, unvollständige und schlicht falsche Informationen liefern, weil sie oft mit ungeprüften Quellen und veralteten Leitlinien arbeite.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Arztpraxis für Allgemeinmedizin (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Fast jeder dritte Deutsche verzichtet nach KI-Gesprächen auf Arztbesuche.
  • Rund 90 Prozent der 18- bis 29-Jährigen nutzen KI für Gesundheitsfragen.
  • 87 Prozent der Befragten sind mit den Ratschlägen der KI zufrieden.

Warum ist das wichtig?

  • Hohe Nutzung von KI bei Gesundheitsfragen könnte zu weniger Arztbesuchen führen.
  • Zufriedenheit mit KI-Ratschlägen ist hoch, birgt jedoch Risiken von falschen Informationen.
  • Warnung vor blindem Vertrauen in KI erfordert mehr Aufklärung über deren Limitierungen.

Wer ist betroffen?

  • fast jeder dritte Deutsche
  • jüngere Patienten (18-29-Jährige)
  • Über-60-Jährige

Zahlen/Fakten?

  • Fast jeder dritte Deutsche verzichtet nach KI-Gespräch auf Arztbesuch
  • 90 Prozent der 18- bis 29-Jährigen nutzen KI bei Gesundheitsfragen
  • 46 Prozent holen sich medizinischen Rat von ChatGPT und anderen Sprachmodellen

Wie geht’s weiter?

  • Weiterhin Nutzung von KI bei Gesundheitsfragen erwarten
  • Mögliche Notwendigkeit einer stärkeren Aufklärung über KI-Risiken
  • Klassische Arztpraxis bleibt für viele die bevorzugte Anlaufstelle
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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