Ökonom: Einführung des digitalen Euro "könnte durchaus floppen"

6. Juli 2026
1 min Lesezeit

Ökonom: Einführung des digitalen Euro "könnte durchaus floppen"

Wirtschaft - Was ist passiert – was dahinter steckt

Wirtschaftliche Bedenken zum digitalen Euro in Köln

() – Der Wirtschaftswissenschaftler Gunther Schnabl, Direktor der Denkfabrik Flossbach von Storch Research Institute, sieht die Pläne zur Einführung des digitalen Euro aus verschiedenen Gründen kritisch. Das sagte er der Mediengruppe .

Der Experte verweist auf europäische Zahlungssysteme wie Girocard oder Wero: „Ich sehe deshalb keinen Grund, warum Europa mit einem digitalen Euro unabhängiger werden sollte. Das Projekt könne durchaus floppen.“ Um seine Bedenken zu unterstreichen, führt Schnabl die Schweizer Nationalbank und die Federal Reserve an, die davon ausgingen, dass eine digitale Währung für Endverbraucher nicht nötig sei.

Schnabl geht nicht davon aus, dass der digitale Euro das Bargeld verdrängen kann. Zwar nehme der Anteil der elektronischen Zahlungen immer weiter zu, weil diese einfacher seien, jedoch „war der Bargeldumlauf im Euroraum mit gut 1.660 Milliarden Euro nie so hoch wie heute“. Das dürfte damit zusammenhängen, „dass Bargeld geprägte Freiheit ist“. Und weiter: „Nur Bargeld erlaubt die anonyme Lagerung und anonyme Zahlungen. Viele Menschen in Europa wollen den gläsernen Bürger nicht. Auch bei fehlender Stromversorgung oder bei einem instabilen Internet hat Bargeld Vorteile.“

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Euromünze (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Gunther Schnabl äußert Kritik an den Plänen für den digitalen Euro.
  • Er sieht keine Notwendigkeit für ein digitales Zahlungsmittel in Europa.
  • Schnabl glaubt nicht, dass der digitale Euro Bargeld verdrängen kann.

Warum ist das wichtig?

  • Bedenken hinsichtlich der Notwendigkeit eines digitalen Euros
  • Warnung vor möglichen Misserfolgen des Projekts
  • Betonung der Vorzüge und der anhaltenden Bedeutung von Bargeld

Wer ist betroffen?

  • Endverbraucher
  • Menschen in Europa
  • Bargeldnutzer

Zahlen/Fakten?

  • Digitale Währung für Endverbraucher als unnötig eingeschätzt von Schweizer Nationalbank und Federal Reserve
  • Bargeldumlauf im Euroraum bei gut 1.660 Milliarden Euro
  • Anstieg elektronischer Zahlungen, jedoch bleibt Bargeld wichtig für Anonymität und Freiheit

Wie geht’s weiter?

  • Bedenken zur Einführung des digitalen Euro bleiben bestehen
  • Mangelnde Notwendigkeit durch bestehende Zahlungssysteme
  • Bargeld bleibt auch weiterhin relevant und geschätzt
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

Don't Miss