Energielobby kritisiert Regierung bei Stromnetzausbau

18. Juni 2026
1 min Lesezeit

Energielobby kritisiert Regierung bei Stromnetzausbau

Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt

Politik: Kritik am Stromnetzausbau in Deutschland

() – Der Bundesverband der Deutschen Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) übt deutliche Kritik am Engagement der Bundesregierung beim Ausbau der Stromnetze. In einem Positionspapier fordert der Lobbyverband eine massive Beschleunigung des Netzausbaus – unter anderem, indem Umweltprüfungen verkürzt werden.

„Der Gesetzgeber muss Maßnahmen ergreifen, die zu einer spürbaren Beschleunigung des Netzausbaus schnell und wirksam beitragen“, heißt es in dem Schreiben, aus dem der „Spiegel“ berichtet. Die Zeit dränge. „Wichtig ist, dass wir den Stromnetzausbau vorantreiben.“ Ein „konsequenter Leitungsausbau“ sei einer der „wichtigsten Hebel, um die Energiewende erfolgreich zu machen“, so der BDEW. Derzeit, so kritisiert der Verband, dauere es zehn Jahre, bis eine 110-Kilovolt-Leitung fertiggestellt sei. Dies sei „für einen Industriestandort wie inakzeptabel“.

Die Koalition habe ein wirksames Instrument, das sie bislang allerdings nicht nutze: das Infrastruktur-Zukunftsgesetz. Das Regelwerk soll unter anderem die Nutzung des Infrastruktur-Sondervermögens im Volumen von 500 Milliarden Euro vereinfachen. Doch bislang hängt es im Parlament fest. „Das Gesetz muss dringend um Belange der Energiewirtschaft erweitert werden“, fordert der BDEW.

„Die Stromnetze sind das Rückgrat der Energiewende“, sagte Kerstin Andreae, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung, dem „Spiegel“. Angesichts des anhaltenden Zubaus an dezentraler Einspeisung und Last sei ein „weiterer Ausbau zentral für den Standort Deutschland“. „Die Politik muss daher jetzt handeln und Planungs- und Genehmigungsprozesse wirksam beschleunigen“, so Andreae.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Strommast (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • BDEW kritisiert langsamen Netzausbau durch die Bundesregierung.
  • Forderung nach schnelleren Umweltprüfungen und Nutzung des Infrastruktur-Zukunftsgesetzes.
  • Aktuelle Dauer von zehn Jahren für den Bau einer 110-Kilovolt-Leitung wird als inakzeptabel angesehen.

Warum ist das wichtig?

  • Beschleunigung des Netzausbaus ist entscheidend für die Energiewende.
  • Langsame Genehmigungsprozesse sind für Deutschland als Industriestandort inakzeptabel.
  • Nutzung des Infrastruktur-Zukunftsgesetzes kann den Ausbau effizienter gestalten.

Wer ist betroffen?

  • Bundesverband der Deutschen Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW)
  • Bundesregierung
  • Politiker und Gesetzgeber

Zahlen/Fakten?

  • Zehn Jahre für den Bau einer 110-Kilovolt-Leitung
  • Infrastruktur-Sondervermögen von 500 Milliarden Euro
  • Forderung nach beschleunigten Planungs- und Genehmigungsprozessen

Wie geht’s weiter?

  • Beschleunigung des Netzausbaus gefordert
  • Anpassungen im Infrastruktur-Zukunftsgesetz notwendig
  • Schnelle Maßnahmen zur Verkürzung von Planungs- und Genehmigungsprozessen erforderlich
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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