Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt
Wirtschaft: Zollabkommen zwischen EU und USA
Straßburg () – Das Europaparlament hat den Weg für die vollständige Umsetzung des Zollabkommens mit den USA freigemacht. 440 Abgeordnete stimmten am Dienstag für die zuvor mit den Mitgliedstaaten ausgehandelte Einigung. Es gab zudem 151 Gegenstimmen und 50 Enthaltungen. Darüber hinaus wurde auch die zollfreie Einfuhr von Hummer verlängert.
Die Vorschläge sehen die einseitige Abschaffung der meisten Zölle auf Industrie- und Agrarprodukte aus den USA vor. Es gibt aber auch einige Sicherheitsklauseln. So sollen die Regelungen am 31. Dezember 2029 auslaufen. Vor diesem Datum soll die Kommission eine umfassende Bewertung der Handelsauswirkungen auf die EU-Industrie, die Landwirtschaft und kleine und mittlere Unternehmen vornehmen. Zudem soll sie die Veränderungen in den Handelsmustern mit Drittländern analysieren. Die Kommission könnte dann einen Gesetzesvorschlag zur Verlängerung der Regelung vorlegen.
Zudem ist vorgesehen, dass die Kommission Zollpräferenzen aussetzen kann, wenn die USA bis zum 31. Dezember 2026 weiterhin einen Zollsatz von mehr als 15 Prozent auf Stahl- und Aluminiumderivate aus der EU anwenden. Die Kommission soll bis zum 1. Dezember 2026 dem Europäischen Parlament und dem Rat über die Zollbehandlung dieser Derivate berichten. Auch, falls US-Präsident Donald Trump die Zölle erhöhen sollte, ist eine Aussetzung der Zollabschaffung möglich.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Industrieanlagen (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Europaparlament hat Zollabkommen mit den USA genehmigt.
- Zölle auf Industrie- und Agrarprodukte sollen größtenteils abgeschafft werden.
- Zollesregelungen laufen am 31. Dezember 2029 aus und sollen vorher evaluiert werden.
Warum ist das wichtig?
- Erleichterung des Handels zwischen der EU und den USA durch Zollabbau
- Möglichkeit zur Bewertung der wirtschaftlichen Auswirkungen auf die EU vor Ablauf der Regelungen
- Schutzmaßnahmen für die EU-Industrie bei ungünstigen Entwicklungen in den USA
Wer ist betroffen?
- EU-Industrie
- Landwirtschaft
- Kleine und mittlere Unternehmen
Zahlen/Fakten?
- 440 Abgeordnete stimmten für die Einigung, 151 Gegenstimmen, 50 Enthaltungen
- Einseitige Abschaffung der meisten Zölle bis 31. Dezember 2029
- Bericht über Zollbehandlung von Stahl- und Aluminiumderivaten bis 1. Dezember 2026
Wie geht’s weiter?
- Umfassende Bewertung der Handelsauswirkungen bis Ende 2029
- Möglicher Gesetzesvorschlag zur Verlängerung der Regelung
- Bericht über Zollbehandlung von Stahl- und Aluminiumderivaten bis zum 1. Dezember 2026
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