Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt
Politik: Reform des Arbeitszeitgesetzes in Berlin
Berlin () – SPD-Parlamentsgeschäftsführer Dirk Wiese erwartet eine Einigung mit der Union über die Reform des Arbeitszeitgesetzes.
„Nach der klaren Verabredung im Koalitionsvertrag ist keine Abschaffung des Arbeitszeitgesetzes geplant, sondern die Ermöglichung einer wöchentlichen Höchstarbeitszeit bei gleichzeitig verpflichtender digitaler Zeiterfassung, so dass es keine unbezahlten Überstunden mehr gibt“, sagte Wiese den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Anhand dieser klaren Verabredungen werde man jetzt gemeinsam mit dem Koalitionspartner zu Ergebnissen kommen. In den Diskussionen merke er aber, „dass vielen gar nicht bewusst ist, was heute schon an flexiblen Lösungen im betrieblichen Alltag möglich ist“.
Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) soll auf Drängen der Union einen Vorschlag zur Reform des Arbeitszeitgesetzes vorlegen. Aktuell gilt eine tägliche Höchstarbeitszeit von acht Stunden, die in bestimmten Fällen auf zehn Stunden verlängert werden kann. Die Reform könnte zu einer Höchstarbeitszeit von 13 Stunden am Tag führen, wobei eine Wochenarbeitszeit von 40 Stunden nicht überschritten werden soll. Bas will die Reform durch eine Regelung zur Zeiterfassung von Arbeitsstunden ergänzen. Unionsfraktionschef Jens Spahn (CDU) hatte die SPD am Wochenende aufgerufen, die vereinbarte Reform umzusetzen.
Die Koalitionspartner verhandeln derzeit über eine Reihe großer Reformprojekte, die sie Anfang Juni vereinbaren wollen. Derzeit laufen in Vorbereitung auf einen Koalitionsausschuss am 1. Juli Verhandlungen, an denen sowohl Spahn als auch Wiese beteiligt sind. „Die Gespräche verlaufen sehr vertrauensvoll. Und das ist auch gut so“, sagte Wiese. Zu Einzelheiten werde er sich deswegen nicht öffentlich äußern. „In den Gesprächen im Wahlkreis merke ich aber die klare Erwartungshaltung der Bürger, dass wir als Koalition zu gemeinsam Ergebnissen für unser Land kommen“, fügte der SPD-Politiker hinzu.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Einigung zwischen SPD und Union über Reform des Arbeitszeitgesetzes wird erwartet.
- Vorschlag zur Reform soll von Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas vorgelegt werden.
- Höchstarbeitszeit könnte auf bis zu 13 Stunden pro Tag erhöht werden, mit verpflichtender Zeiterfassung.
Warum ist das wichtig?
- Klare Regelungen zur Höchstarbeitszeit und Zeiterfassung unterstützen den Schutz von Arbeitnehmern.
- Vermeidung von unbezahlten Überstunden fördert fairere Arbeitsbedingungen.
- Kooperation zwischen Koalitionspartnern kann zu wichtigen Reformen führen.
Wer ist betroffen?
- Beschäftigte, die von flexiblen Arbeitszeitregelungen betroffen sind
- Unternehmen, die das Arbeitszeitgesetz umsetzen müssen
- Koalitionspartner SPD und Union in Verhandlungen
Zahlen/Fakten?
- Tägliche Höchstarbeitszeit aktuell: 8 Stunden, in bestimmten Fällen 10 Stunden
- Mögliche Höchstarbeitszeit durch Reform: 13 Stunden am Tag
- Wöchentlich nicht mehr als 40 Stunden erlaubt
Wie geht’s weiter?
- Einigung mit der Union über das Arbeitszeitgesetz wird erwartet.
- Vorschlag zur Reform des Arbeitszeitgesetzes wird von Bärbel Bas (SPD) vorgelegt.
- Verhandlungen über große Reformprojekte laufen, Ziel ist Vereinbarung Anfang Juni.
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