Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt
Cybersecurity und Regierungskommunikation in Berlin
Berlin () – Das Bundesdigitalministerium dringt auf einen besseren und einheitlicheren Schutz der Regierungskommunikation vor Spionage- und Cyberangriffen.
Es gebe einen „fortwährenden Handlungsbedarf, die Informations- und Kommunikationssicherheit ressortübergreifend zu verbessern“, sagte ein Ministeriumssprecher dem „Handelsblatt“. Ein isoliertes Vorgehen einzelner Ressorts bei diesem wichtigen Thema sei nicht mehr zeitgemäß, um den Herausforderungen moderner Cyberbedrohungen und der Anforderung an digitale Souveränität zu begegnen.
Hintergrund ist die verschärfte Sicherheitslage seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine. Sicherheitsbehörden warnen verstärkt vor Spionage, Sabotage, Cyberangriffen und hybrider Einflussnahme, besonders durch russische Akteure. Im April hatte eine Phishing-Kampagne gegen Nutzer des Messenger-Dienstes Signal gezeigt, dass auch alltägliche Kommunikationskanäle und mobile Endgeräte betroffen sein können. Im Fokus standen Vertreter der Bundesregierung und der Regierungsparteien.
Auch das Wirtschaftsministerium von Ressortchefin Katherina Reiche (CDU) sieht Handlungsbedarf. Die gestiegene Bedrohungslage erfordere ein stärkeres Handeln sowohl in den Ressorts als auch ressortübergreifend, sagte eine Ministeriumssprecherin dem „Handelsblatt“. Das Finanzministerium setzt bei Besprechungen über geheimhaltungsbedürftige Inhalte nach eigenen Angaben teils „Noise-Boxen“ ein, die Mobiltelefone und andere Aufnahmegeräte technisch blockieren sollen.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Katherina Reiche (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Bundesdigitalministerium fordert besseren Schutz der Regierungskommunikation vor Spionage und Cyberangriffen
- Sicherheitslage hat sich seit Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine verschärft
- Wirtschaftsministerium sieht ebenfalls Handlungsbedarf aufgrund gestiegener Bedrohungslage
Warum ist das wichtig?
- Verbesserung der Informations- und Kommunikationssicherheit erforderlich
- Schutz der Regierungskommunikation vor modernen Cyberbedrohungen notwendig
- Reaktion auf gestiegene Bedrohungen, insbesondere durch russische Akteure
Wer ist betroffen?
- Bundesregierung und Regierungsparteien
- Sicherheitsbehörden
- Nutzer des Messenger-Dienstes Signal
Zahlen/Fakten?
- Sicherheitsbehörden warnen vor Spionage, Sabotage, Cyberangriffen und hybrider Einflussnahme, besonders durch russische Akteure.
- April: Phishing-Kampagne gegen Nutzer des Messenger-Dienstes Signal, Fokus auf Vertreter der Bundesregierung.
- Finanzministerium verwendet "Noise-Boxen" zur Blockade von Mobiltelefonen und anderen Aufnahmegeräten bei geheimhaltungsbedürftigen Besprechungen.
Wie geht’s weiter?
- Verbesserung der Informations- und Kommunikationssicherheit
- ressortübergreifendes Handeln erforderlich
- Einsatz von technischen Maßnahmen gegen Aufnahmegeräte
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