Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt
Gesellschaftspolitische Maßnahmen gegen Alkoholkonsum in Berlin
Berlin () – Die Grünen im Bundestag wollen mit einer Vielzahl von Maßnahmen gegen den hohen Alkoholkonsum in Deutschland vorgehen. Die Fraktion hat einen entsprechenden Antrag beschlossen, wie der „Tagesspiegel“ berichtet
Demnach soll der Antrag im Umfeld der Aktionswoche Alkohol vom 13. bis 21. Juni in den Bundestag eingebracht werden. In diesem Zeitraum finden Präventionskampagnen gegen übermäßigen Alkoholkonsum statt. Linda Heitmann, Sprecherin für Drogen- und Suchtpolitik der Grünen-Bundestagsfraktion, sagte der Zeitung: „Deutschland ist in Bezug auf Alkohol noch immer ein Hochkonsumland und belegt in internationalen sowie europäischen Rankings hier regelmäßig traurige Spitzenpositionen – das hat erhebliche gesundheitliche Folgen und verursacht Jahr für Jahr enorme volkswirtschaftliche Kosten.“
Heitmann kritisierte, die Bundesregierung bleibe hier bisher weitgehend tatenlos. In ihrem Antrag fordern die Grünen die Regierung auf, eine langfristige Alkoholpräventionsstrategie und ein Alkoholpräventionsgesetz vorzulegen. Auch eine Reihe von konkreten Maßnahmen schlagen die Grünen vor. Sie fordern, das sogenannte „begleitete Trinken“ abzuschaffen, bei dem Jugendliche in Begleitung ihrer Eltern ab 14 Jahren Bier oder Wein trinken dürfen. Eine entsprechende Gesetzesänderung ist im Bundesfamilienministerium bereits in Arbeit.
Darüber hinaus wollen die Grünen auch Werbung für Alkohol einschränken, fordern stärkere Kontrolle von Altersgrenzen beim Verkauf und wollen Impulskäufe von Alkohol eindämmen. „Dabei ist insbesondere zu prüfen, alkoholische Getränke im Kassenbereich nicht mehr frei zugänglich anzubieten“, heißt es in dem Antrag.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Thekenfahrrad (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Die Grünen im Bundestag planen Maßnahmen gegen hohen Alkoholkonsum in Deutschland.
- Ein Antrag soll im Rahmen der Aktionswoche Alkohol vom 13. bis 21. Juni eingebracht werden.
- Geplant sind unter anderem Einschränkungen bei Alkoholwerbung und das Abschaffen des "begleiteten Trinkens" für Jugendliche.
Warum ist das wichtig?
- Hoher Alkoholkonsum hat erhebliche gesundheitliche Folgen.
- Volkswirtschaftliche Kosten entstehen durch Alkoholmissbrauch.
- Notwendigkeit einer langfristigen Alkoholpräventionsstrategie und Gesetzgebung.
Wer ist betroffen?
- Jugendliche unter 14 Jahren
- Familien mit älteren Jugendlichen
- Allgemeine Bevölkerung in Deutschland
Zahlen/Fakten?
- Aktionswoche Alkohol: 13. bis 21. Juni
- Deutschland ist Hochkonsumland mit internationalen Spitzenpositionen
- Grüne fordern Alkoholpräventionsgesetz und Maßnahmen gegen Werbung und Alterskontrollen
Wie geht’s weiter?
- Antrag der Grünen im Bundestag wird zwischen 13. und 21. Juni eingebracht
- Forderung nach langfristiger Alkoholpräventionsstrategie und -gesetz
- Maßnahmen zur Einschränkung von Alkoholwerbung und Kontrolle von Altersgrenzen
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