Ataman wirft Regierung Untätigkeit bei Entgelttransparenz vor

1. Juni 2026
1 min Lesezeit

Ataman wirft Regierung Untätigkeit bei Entgelttransparenz vor

Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt

Politik und Chancengleichheit in Deutschland

() – Die unabhängige Antidiskriminierungsbeauftragte des Bundes, Ferda Ataman, wirft der Bundesregierung Untätigkeit bei der Reform des Entgelttransparenzgesetzes vor.

Ataman sagte der „Rheinischen Post“: „Die Bundesregierung weiß seit fast drei Jahren, dass sie bis zum 7. Juni neue Regeln zur Entgelttransparenz eingeführt haben muss.“ Durch die Untätigkeit riskiere erhebliche Geldstrafen in einem Vertragsverletzungsverfahren der EU-Kommission. In kaum einem anderen europäischen Land würden Frauen im Durchschnitt schlechter verdienen als in Deutschland. „Frauen für gleiche oder gleichwertige Arbeit schlechter zu bezahlen ist falsch und schadet dem Wirtschaftsstandort Deutschland“, so Ataman weiter.

Auch die Wirtschaft sei mehrheitlich für die EU-Richtlinie. „Fast 60 Prozent der befragten Unternehmen bewerten die Richtlinie positiv“, erklärte die Antidiskriminierungsbeauftragte. Eine deutliche Mehrheit sehe in ihr Chancen, da die bessere Vergleichbarkeit von Gehältern die eigene Personalplanung und das Vergütungssystem erleichtere.

Laut einer EU-Richtlinie muss Deutschland beim Entgelttransparenzgesetz nachsteuern, um strukturelle Unterschiede zwischen Frauen und Männern zu verringern.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Ferda Ataman (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Ferda Ataman kritisiert die Bundesregierung wegen Untätigkeit beim Entgelttransparenzgesetz.
  • Deutschland riskiert Geldstrafen durch die EU wegen nicht fristgerechter Reform.

Warum ist das wichtig?

  • Reform des Entgelttransparenzgesetzes ist notwendig zur Vermeidung von Geldstrafen durch die EU-Kommission.
  • Gender Pay Gap in Deutschland ist problematisch und schadet dem Wirtschaftsstandort.
  • Wirtschaft unterstützt die EU-Richtlinie zur Verbesserung der Gehaltsvergleichbarkeit und Personalplanung.

Wer ist betroffen?

  • Frauen
  • Bundesregierung
  • Wirtschaft

Zahlen/Fakten?

  • Bundesregierung hat bis zum 7. Juni neue Regeln zur Entgelttransparenz einzuführen
  • Fast 60 Prozent der befragten Unternehmen bewerten die EU-Richtlinie positiv
  • Frauen verdienen in kaum einem anderen europäischen Land schlechter als in Deutschland

Wie geht’s weiter?

  • Bundesregierung muss bis 7. Juni neue Regeln zur Entgelttransparenz einführen
  • Risiken erheblicher Geldstrafen im EU-Vertragsverletzungsverfahren
  • Mehrheit der Wirtschaft bewertet EU-Richtlinie positiv und sieht Chancen
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