Ataman kritisiert Teilzeitpläne der Mittelstandsunion

21. Februar 2026
1 min Lesezeit

Ataman kritisiert Teilzeitpläne der Mittelstandsunion

Vermischtes - Was ist passiert – was dahinter steckt

Gesellschaftliche Debatte über Teilzeitarbeit in Deutschland

() – Die Antidiskriminierungsbeauftragte des Bundes, Ferda Ataman, hat harsche Kritik an den Reformplänen des CDU-Wirtschaftsflügels für die Teilzeitarbeit geübt.

„Die meisten Menschen, die in Teilzeit arbeiten, sind Frauen“, sagte Ataman der „Rheinische Post“ (Samstagausgabe). „Sie tun das nicht, weil sie mehr Freizeit wollen, sondern weil sie Angehörige pflegen oder sich um die Kinder kümmern. Sie haben durch die Fürsorgearbeit am Ende des Tages mehr Arbeitsstunden geleistet als viele Männer. Teilzeit klingt nach Luxus, dahinter steckt aber für die meisten Frauen ein Knochenjob.“

Der Antrag der Mittelstandsunion, der in einer ersten Fassung den Titel „Kein Recht auf Lifestyle-Teilzeit“ trug, sei kein geeignetes Mittel um mehr Frauen in die Vollzeitbeschäftigung zu holen. „Statt Frauen das Leben zu erleichtern, zwingt man sie dazu, sich vor der Kanzlerpartei zu rechtfertigen, weil sie nicht in Vollzeit arbeiten können“, so Ataman.

„Wer den Personalmangel in so angehen will, schafft nur neue Probleme: Frauen werden mit solchen Vorwürfen nicht motiviert, sondern weiter aus dem Arbeitsmarkt gedrängt. Wer es sich leisten kann, sagt jetzt schon: Das tue ich mir nicht an. Zurecht hoffen viele in der Union, dass diese Initiative am Wochenende endgültig beerdigt wird“, erklärte Ataman.

„Die Arbeitswelt ist in Deutschland grundsätzlich auf Männer ausgerichtet“, fuhr die Antidiskriminierungsbeauftragte fort. „Das merken wir zum Beispiel daran, dass Homeoffice, flexible Arbeitszeiten und Teilzeit als Luxus betrachtet werden. Dazu kommt, dass Menschen, die in Teilzeit arbeiten, häufiger diskriminiert werden: Sie gelten als weniger leistungsfähig und engagiert, und werden bei Beförderungen und Boni oft übergangen.“

Diese Diskriminierung müsse angegangen werden. „Der Personalmangel in Deutschland hat auch viel mit dem Thema Diskriminierung von Frauen am Arbeitsmarkt zu tun“, so Ataman. „Wer mehr Arbeitskräfte gewinnen will, sollte Diskriminierung abbauen.“

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Ferda Ataman (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Ferda Ataman kritisiert Reformpläne der CDU zur Teilzeitarbeit scharf.
  • Der Antrag fördere Diskriminierung von Frauen und sei ungeeignet, mehr Frauen in Vollzeit zu bringen.
  • Teilzeitarbeit wird als "Knochenjob" wahrgenommen, nicht als Lifestyle.

Warum ist das wichtig?

  • Fokus auf die Bedürfnisse von Frauen in Teilzeitarbeit.
  • Abbau von Diskriminierung als Schlüssel zur Lösung des Personalmangels.

Wer ist betroffen?

  • Frauen in Teilzeitarbeit
  • Angehörige, die gepflegt werden müssen
  • Kinderbetreuungspflichtige Eltern

Zahlen/Fakten?

  • Mehrheit der Teilzeitbeschäftigten sind Frauen
  • Teilzeit entspricht oft nicht dem Wunsch nach Freizeit, sondern Pflege- und Betreuungsaufgaben
  • Diskriminierung von Teilzeitkräften beeinflusst Karrierechancen negativ

Wie geht’s weiter?

  • Reformpläne der CDU kritisieren
  • Diskriminierung von Frauen in Teilzeit angehen
  • Initiativen zur Förderung von Vollzeitstellen überdenken
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