Mecklenburg-Vorpommern - Was ist passiert – was dahinter steckt
Bildung und Gedenkstätten in Mecklenburg-Vorpommern
Schwerin () – Das Bildungsministerium Mecklenburg-Vorpommern hat einen neuen Leitfaden für Gedenkstättenbesuche mit Schulklassen veröffentlicht. Das teilte das Ministerium am Freitag in Schwerin mit.
Die Handreichung soll Lehrkräfte bei der pädagogischen Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von Fahrten zu Gedenkstätten unterstützen.
Bildungsministerin Simone Oldenburg erklärte, im Rahmen ihrer Präsidentschaft der Bildungsministerkonferenz habe sie einen Schwerpunkt auf die historisch-politische Bildung gelegt. In Gesprächen mit Gedenkstätten aus der gesamten Bundesrepublik sei deutlich geworden, dass die Einrichtungen eine höhere Qualität schulischer Besuche anstrebten.
Dazu gehörten längere und intensivere Formate sowie eine gezielte Vor- und Nachbereitung im Unterricht. Der Leitfaden gebe Lehrkräften nun praxisnahe Unterstützung und mehr Handlungssicherheit.
Der Leitfaden entstand in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft Gedenkstätten des Landes, der Fachstelle Gedenkstättenarbeit der Landeszentrale für politische Bildung sowie dem Rostocker Geschichtsdidaktiker Oliver Plessow.
Er enthält unter anderem eine Checkliste für Lehrkräfte, Informationen zu Fördermöglichkeiten und digitale Unterrichtsmaterialien. Das Land hat zudem die Zuschüsse für Gedenkstättenfahrten erhöht und das Antragsverfahren vereinfacht.
Ab dem Schuljahr 2026/2027 sollen sich alle weiterführenden Schulen ab Jahrgangsstufe 5 am Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust intensiv mit der Erinnerungsarbeit befassen.
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