Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt
Politik: Prozess gegen Scheuer wegen Falschaussage
Berlin () – Ex-Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) soll sich wegen des Vorwurfs der Falschaussage im Zusammenhang mit der gescheiterten Pkw-Maut vor Gericht verantworten.
Das Landgericht Berlin habe eine entsprechende Anklage zugelassen, teilte eine Gerichtssprecherin am Freitag mit. Die Berliner Staatsanwaltschaft wirft dem CSU-Politiker demnach vor, vor dem Maut-Untersuchungsausschuss des Bundestags gelogen zu haben.
Scheuer weist den Vorwurf zurück. Sein Rechtsanwalt hatte bereits im August, als die Anklage bekannt wurde, erklärt, dass sein Mandant dem Vorwurf „nachdrücklich“ entgegentrete. Ein genauer Termin für den Prozessauftakt vor der Wirtschaftsstrafkammer steht noch nicht fest. Man sei dazu mit den Beteiligten noch in der Absprache, hieß es weiter.
Das CSU-Prestigeprojekt Pkw-Maut der damaligen schwarz-roten Bundesregierung war im Juni 2019 vom Europäischen Gerichtshof als rechtswidrig gestoppt worden. Ein Untersuchungsausschuss hatte sich danach mit möglichen Fehlern Scheuers befasst. Der Ausschuss hatte im Dezember 2019 seine Arbeit aufgenommen und diese im Sommer 2021 abgeschlossen.
Kritisiert wurde vor allem, dass Scheuer Betreiberverträge zur Pkw-Maut schon Ende 2018 abschloss, noch bevor endgültige Rechtssicherheit beim EuGH bestand. Laut Anklage sollen Scheuer und Schulz bei ihrer Befragung in dem Ausschuss „bewusste Falschaussagen“ gemacht haben. Auf Fragen Abgeordneter, ob seitens der Betreiber bei einem Treffen am 29. November 2018 angeboten worden sei, die Verträge erst nach der EuGH-Entscheidung zu unterzeichnen, sollen beide „entgegen ihrer tatsächlichen Erinnerung angegeben haben, sich an ein solches Verschiebungsangebot nicht erinnern zu können“, so der Vorwurf der Staatsanwaltschaft.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Andreas Scheuer (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Andreas Scheuer soll sich wegen Falschaussage im Zusammenhang mit gescheiterter Pkw-Maut vor Gericht verantworten.
- Anklage der Staatsanwaltschaft wegen Lügen im Maut-Untersuchungsausschuss des Bundestags zugelassen.
- Scheuer weist Vorwurf zurück, Prozessauftakt-Termin steht noch nicht fest.
Warum ist das wichtig?
- Bedeutung der Wahrheitsfindung in politischen Angelegenheiten
- Auswirkungen auf das Vertrauen der Öffentlichkeit in politische Prozesse
- Rechtliche Konsequenzen für Falschaussagen von Amtsträgern
Wer ist betroffen?
- Andreas Scheuer
- CSU
- Berliner Staatsanwaltschaft
Zahlen/Fakten?
- Andreas Scheuer soll sich wegen Falschaussage vor Gericht verantworten.
- Pkw-Maut wurde im Juni 2019 vom Europäischen Gerichtshof als rechtswidrig gestoppt.
- Untersuchungsausschuss befand sich von Dezember 2019 bis Sommer 2021 in der Arbeit.
Wie geht’s weiter?
- Prozessauftakt steht noch aus, Termin in Absprache mit Beteiligten
- Scheuer tritt den Vorwürfen nachdrücklich entgegen
- Weitere Entwicklungen abhängig vom Verlauf des Verfahrens
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