Thüringen - Was ist passiert – was dahinter steckt
Wirtschaft: Forschungsinvestitionen in Thüringen 2023
Erfurt () – Thüringer Unternehmen haben im Jahr 2023 überdurchschnittlich viel Geld für Forschung und Entwicklung ausgegeben. Das geht aus der Innovationserhebung Thüringen hervor, die das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) im Auftrag des Landes erstellt hat, wie das Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Landwirtschaft und Ländlichen Raum am Donnerstag mitteilte.
Die Innovationsintensität, also der Anteil der Innovationsausgaben am Umsatz, lag demnach in Thüringen bei 3,2 Prozent und damit über dem Bundesdurchschnitt von 2,7 Prozent.
Besonders stark schnitten kleine und mittlere Unternehmen (KMU) ab: Ihre Innovationsintensität liegt mit 2,6 Prozent ebenfalls über den Vergleichswerten anderer ostdeutscher Länder und Deutschlands.
Insgesamt investierten Thüringer Unternehmen 2023 rund 2,2 Milliarden Euro in Innovationsaktivitäten, davon etwa 1,1 Milliarden Euro direkt in Forschung und Entwicklung. Die FuE-Intensität der Thüringer KMU lag mit 1,4 Prozent über anderen Regionen, wobei Branchen wie die Elektroindustrie und die Mess-, Steuer- und Sensortechnik besonders hervorzuheben sind.
Wirtschaftsministerin Colette Boos-John (CDU) sagte auf der InnoCON Thüringen 2026 in Erfurt: „Unsere Unternehmen investieren in Forschung, Entwicklung und neue Technologien – das ist die Grundlage für Wachstum, Wettbewerbsfähigkeit und gute Arbeitsplätze.“
Gleichzeitig mache die Studie deutlich, dass Thüringen den wirtschaftlichen Erfolg von Innovationen weiter steigern muss. Der Umsatzanteil mit Produktneuheiten liegt mit 7,8 Prozent noch unter dem Bundesdurchschnitt von 12,2 Prozent.
Dieses Defizit sei jedoch vor allem auf Großunternehmen zurückzuführen, während Thüringer KMU beim Umsatzanteil mit Produktneuheiten Werte auf Bundesniveau oder darüber erreichten.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Euro- und Dollarscheine (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Thüringer Unternehmen erhöhten 2023 Ausgaben für Forschung und Entwicklung auf über 2,2 Milliarden Euro.
- Innovationsintensität in Thüringen liegt bei 3,2 Prozent, über dem Bundesdurchschnitt von 2,7 Prozent.
- Umsatzanteil mit Produktneuheiten beträgt 7,8 Prozent, liegt unter dem Bundesdurchschnitt von 12,2 Prozent.
Warum ist das wichtig?
- Hohe Innovationsausgaben stärken die Wettbewerbsfähigkeit der Thüringer Unternehmen.
- Investitionen in Forschung und Entwicklung fördern wirtschaftliches Wachstum und schaffen Arbeitsplätze.
- Erhöhung des Umsatzanteils durch Produktneuheiten ist notwendig für weiteren wirtschaftlichen Erfolg.
Wer ist betroffen?
- Thüringer Unternehmen
- Kleine und mittlere Unternehmen (KMU)
- Großunternehmen
Zahlen/Fakten?
- Innovationsintensität in Thüringen: 3,2 Prozent
- Gesamtinvestitionen in Innovationsaktivitäten: rund 2,2 Milliarden Euro
- Umsatzanteil mit Produktneuheiten: 7,8 Prozent
Wie geht’s weiter?
- Weiter steigende Investitionen in Forschung und Entwicklung fördern.
- Strategien zur Erhöhung des Umsatzanteils mit Produktneuheiten entwickeln.
- Fokus auf die Stärkung von großen Unternehmen zur Verbesserung des Gesamtumsatzes.
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