Wirtschaft - Was ist passiert – was dahinter steckt
Gesellschaft: Reisepläne unter Unsicherheit in Deutschland
Berlin () – Die Folgen des Iran-Konflikts sorgen auch bei der Urlaubsplanung für Unsicherheiten. Eine Mehrheit der Deutschen zeigt sich aber bislang relativ gelassen und sieht die eigenen Reisepläne nicht gefährdet, so das Ergebnis einer Umfrage des Instituts Ipsos, die am Mittwoch veröffentlicht wird.
Demnach geben 57 Prozent der Befragten an, sich aktuell keine Sorgen um ihre Reiseplanung zu machen. Wo Bedenken geäußert werden, betreffen sie vor allem steigende Reisekosten: Unter den Besorgten nennen 38 Prozent die Preise als Hauptgrund.
Ein genauerer Blick auf die Stimmungslage unterstreicht die vorherrschende Gelassenheit der Befragten. Lediglich 15 Prozent sind sehr besorgt, dass sich der Iran-Konflikt auf ihre Urlaubspläne in diesem Jahr auswirken könnte. Weitere 21 Prozent geben an, etwas besorgt zu sein. Demgegenüber steht eine Mehrheit, die entweder wenig (20 Prozent) oder gar nicht (37 Prozent) besorgt ist.
Der Blick auf die Altersgruppen zeigt deutliche Unterschiede: Unter den 18-bis-39-Jährigen ist die Verunsicherung am größten – 44 Prozent der jüngeren Befragten sind etwas oder sehr besorgt, während nur 25 Prozent überhaupt nicht besorgt sind. Bei den 40-bis-59-Jährigen sowie den Über-60-Jährigen liegt der Anteil der Besorgten jeweils bei einem Drittel (33 Prozent). Zugleich ist dort der Anteil der überhaupt nicht Besorgten deutlich höher (42 Prozent bzw. 43 Prozent) als in der jüngsten Altersgruppe.
Gefragt nach dem größten Sorgenfaktor bei der Reiseplanung steht der Kostendruck klar an erster Stelle. Unter den Besorgten nennen 38 Prozent höhere Kosten für Flüge und Treibstoff als Hauptsorge. Dahinter folgt die Sicherheitslage: 20 Prozent befürchten, dass sich der Iran-Konflikt auf das eigene Reiseziel ausweiten könnte. Weitere 14 Prozent sind besorgt über mögliche Luftraumsperrungen, Umleitungen oder Flugausfälle. 8 Prozent der Besorgten empfinden ein generelles Unbehagen, Urlaub in einer Krisenregion zu machen. Am seltensten wird befürchtet, dass die Reiserücktrittsversicherung im Ernstfall nicht greift (3 Prozent).
Ipsos hatte 1.000 Wahlberechtigte im Alter von 18 bis 75 Jahren in Deutschland online befragt, gewichtet nach Alter, Geschlecht, Bildung, Region und Wahlverhalten bei der letzten Bundestagswahl. Die Befragung wurde vom 8. bis zum 10. Mai 2026 durchgeführt.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Strand auf Teneriffa (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- 57 Prozent der Deutschen machen sich keine Sorgen um ihre Reiseplanung.
- Hauptsorge der Befragten sind steigende Reisekosten (38 Prozent).
- 44 Prozent der 18-bis-39-Jährigen sind besorgt über Auswirkungen des Iran-Konflikts.
Warum ist das wichtig?
- Mehrheit der Deutschen bleibt gelassen trotz Iran-Konflikt
- Steigende Reisekosten als Hauptsorge bei Besorgten
- Altersunterschiede in der Verunsicherung zeigen unterschiedliche Reiseverhalten
Wer ist betroffen?
- Deutsche Urlauber
- 18-bis-39-Jährige
- 40-bis-59-Jährige und Über-60-Jährige
Zahlen/Fakten?
- 57 Prozent der Deutschen machen sich keine Sorgen um ihre Reiseplanung
- 38 Prozent der besorgten Befragten nennen steigende Reisekosten als Hauptgrund
- 1.000 Wahlberechtigte im Alter von 18 bis 75 Jahren wurden befragt
Wie geht’s weiter?
- 57 Prozent der Deutschen machen sich aktuell keine Sorgen um ihre Reiseplanung.
- Hauptsorgen betreffen steigende Reisekosten und Sicherheitslage.
- Jüngere Befragte zeigen größere Verunsicherung bezüglich des Iran-Konflikts.
- Verfassungsschutz warnt vor Gewalt-Szene um "White Tiger" - 27. Mai 2026
- IAB: Flaute am Arbeitsmarkt hält an - 27. Mai 2026
- Schwerverletzte nach Unfall im Begegnungsverkehr in Trittau - 27. Mai 2026
