Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt
Politische Stimmung in Sachsen 2023
Dresden () – Die AfD klettert in Sachsen laut einer neuen Insa-Umfrage auf einen neuen Rekordwert von 42 Prozent. Das sind sieben Prozentpunkte mehr als im Juni letzten Jahres. Seit fast einem Jahr hatte keines der etablierten Umfrageinstitute eine entsprechende Erhebung für Sachsen veröffentlicht.
Die CDU von Ministerpräsident Michael Kretschmer stürzt demnach um fünf Prozentpunkte auf 21 Prozent ab. Das BSW verliert vier Punkte und kommt auf sieben Prozent, SPD und Grüne halten sich bei je sechs Prozent, die Linke bei neun. Sonstige Parteien kommen zusammen auf neun Prozent.
Weitere Ergebnisse der Umfrage: Fast jeder Zweite in Sachsen (49 Prozent) hat entweder schon einmal AfD gewählt oder kann es sich vorstellen. Nur 39 Prozent schließen eine AfD-Stimmabgabe kategorisch aus, so wenige wie vorher noch nie von Insa gemessen. Das maximale Potenzial der CDU liegt der Umfrage zufolge bei nur noch 36 Prozent. Fast jeder zweite potenzielle Unionswähler (52 Prozent) tendiert aktuell zur AfD.
Könnten die Sachsen ihren Ministerpräsidenten direkt wählen, würde Amtsinhaber Michael Kretschmer (CDU) den AfD-Landeschef Jörg Urban allerdings klar schlagen: 44 Prozent würden laut Insa für Kretschmer stimmen, 20 Prozent für Urban, 22 Prozent für keinen der beiden. Vor allem ältere Wähler und Anhänger von CDU, SPD, Grünen und Linken halten dem Ministerpräsidenten die Treue, so das Ergebnis der Umfrage. Nur 35 Prozent sind zufrieden oder eher zufrieden, 58 Prozent geben an, unzufrieden oder sehr unzufrieden zu sein.
Dramatisch fällt das Urteil der Sachsen über die Bundesregierung aus. 85 Prozent sind unzufrieden, nur zwölf Prozent sind zufrieden. 76 Prozent geben an, ihr Vertrauen in die politische Gestaltungskraft von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) sei geringer geworden, lediglich vier Prozent sehen eine Verbesserung.
Insa hatte die Umfrage zwischen dem 13. und 20. Mai unter 1.000 Personen durchgeführt wurde. In Auftrag gegeben hatte die Erhebung das umstrittene Portal „Nius“ von Ex-Bild-Chefredakteur Julian Reichelt.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Jörg Urban, Sabine Zimmermann und Michael Kretschmer (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- AfD erreicht Rekordwert von 42 Prozent in Sachsen, plus sieben Punkte seit Juni letzten Jahres.
- CDU fällt auf 21 Prozent, BSW auf sieben Prozent, SPD und Grüne jeweils sechs Prozent, Linke neun Prozent.
- 49 Prozent der Sachsen haben AfD bereits gewählt oder können es sich vorstellen; 85 Prozent sind unzufrieden mit der Bundesregierung.
Warum ist das wichtig?
- AfD erreicht Rekordwert von 42 Prozent in Sachsen, was politische Trends beeinflusst
- Hohe Unzufriedenheit mit der Bundesregierung zeigt Bedarf an Veränderungen
- Potenzial von CDU sinkt, was Auswirkungen auf zukünftige Wahlen haben könnte
Wer ist betroffen?
- Wähler der AfD in Sachsen
- Mitglieder der CDU, SPD, Grünen und Linken
- Potenzielle Unionswähler
Zahlen/Fakten?
- AfD in Sachsen erreicht Rekordwert von 42 Prozent, +7 Prozentpunkte seit Juni 2022
- CDU fällt auf 21 Prozent, -5 Prozentpunkte
- 49 Prozent der Sachsen haben schon einmal AfD gewählt oder könnten es sich vorstellen
Wie geht’s weiter?
- AfD könnte weiter an Beliebtheit gewinnen
- CDU muss Strategien zur Wählerbindung entwickeln
- Unzufriedenheit mit Bundespolitik könnte neue politische Kräfte stärken
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