Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt
Rechtsreform in Berlin: Grüne fordern Fortschritte
Berlin () – Die Grünen fordern Justizministerin Stefanie Hubig (SPD) auf, ihre Ankündigungen zur Reform des Sexualstrafrechts und des Scheidungsrechts in konkrete Gesetze zu gießen.
„Ministerin Hubig fällt vor allem durch Ankündigungen auf“, sagte Lena Gumnior, Obfrau der Grünen im Ausschuss für Recht und Verbraucherschutz, der „Rheinischen Post“. Die Grünen hätten ihren Gesetzesentwurf für eine umfassende „Nur-Ja-heißt-Ja“-Regelung im Bundestag bereits debattiert. Dem könne die Koalition zustimmen, denn genau diese Regelung unterstützten ja auch ihre Abgeordneten im Europaparlament. Nach der „Nur-Ja-heißt-Ja“-Regelung sind sexuelle Handlungen strafbar, wenn eine Person nicht aktiv zugestimmt hat.
Zudem hatte Hubig zuletzt eine Änderung im Scheidungsrecht vorgeschlagen, wonach das Trennungsjahr bei häuslicher Gewalt nicht eingehalten werden muss. Helge Limburg, rechtspolitischer Sprecher der Grünen, begrüßte diesen Vorstoß grundsätzlich. Wer wiederholt oder strukturell Gewalt gegen den anderen Partner ausübe, habe damit die Ehegemeinschaft de facto bereits verlassen, sagte Limburg der „Rheinischen Post“. Man schaue sich einen entsprechenden Gesetzentwurf gerne konstruktiv an. Wichtig wäre allerdings, dass dieser dann auch schnell vorgelegt werde. Zuletzt klafften zwischen Ankündigungen und konkreten Entwürfen erhebliche zeitliche Lücken, so der Grünen-Politiker.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Lena Gumnior (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Die Grünen fordern Justizministerin Stefanie Hubig auf, ihre Ankündigungen zur Reform des Sexualstrafrechts und Scheidungsrechts konkret umzusetzen.
- Die "Nur-Ja-heißt-Ja"-Regelung wurde im Bundestag debattiert und wird von der Koalition unterstützt.
- Hubig schlug eine Änderung im Scheidungsrecht vor, die das Trennungsjahr bei häuslicher Gewalt aussetzt.
Warum ist das wichtig?
- Forderung nach konkreten Gesetzen zur Reform des Sexualstrafrechts und Scheidungsrechts
- Unterstützung der "Nur-Ja-heißt-Ja"-Regelung für klarere Zustimmungsdefinition
- Dringlichkeit, um zeitliche Lücken zwischen Ankündigungen und Entwürfen zu schließen
Wer ist betroffen?
- Justizministerin Stefanie Hubig (SPD)
- Abgeordnete der Grünen und der Koalition
- Personen, die von häuslicher Gewalt betroffen sind
Zahlen/Fakten?
- "Nur-Ja-heißt-Ja"-Regelung bereits im Bundestag debattiert
- Änderung im Scheidungsrecht vorgeschlagen, Trennungsjahr bei häuslicher Gewalt nicht erforderlich
- Grüne fordern schnelle Vorlage konkreter Gesetzentwürfe
Wie geht’s weiter?
- Justizministerin Hubig soll konkrete Gesetze zur Reform des Sexualstrafrechts und Scheidungsrechts vorlegen
- Prüfung und konstruktive Betrachtung des Gesetzentwurfs zur Änderung im Scheidungsrecht bei häuslicher Gewalt
- Forderung nach zügiger Umsetzung der angekündigten Änderungen
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