DIW findet Kopplung von Renteneintritt an Beitragsjahre ungerecht

8. Dezember 2025
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DIW findet Kopplung von Renteneintritt an Beitragsjahre ungerecht

Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt

Wirtschaftliche Ungleichheiten in der Rentendebatte

() – Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher, hat den Vorschlag, den Beginn der Rente nicht mehr mit dem Alter, sondern mit der Zahl der Beitragsjahre zu verknüpfen, als ungerecht bezeichnet. „Ein solches Modell schafft große neue Ungerechtigkeiten im Rentensystem, denn es führt zu einer stärkeren Umverteilung von Arm zu Reich und von Frauen zu Männern“, sagte Fratzscher der „Rheinischen Post“. Als Beispiel nannte er die Rente mit 63, von der „vor allem männliche, häufig gut bezahlte Industriearbeiter“ profitiert hätten.

Fratzscher sagte weiter: „Der Vorschlag wird die Altersarmut nicht reduzieren, sondern Ungleichheiten verstärken. Zudem wird er zu einem intensiven Streit über die Frage führen, ob und wann Unterschiede im Renteneintrittsalter berechtigt sind oder nicht.“ Aus Sicht des Wirtschaftswissenschaftlers würden auf diese Weise „Menschen und vor allem Frauen, die viele Jahre ehrenamtlich tätig waren oder sich um die Familie gekümmert haben, schlechter gestellt“ werden.

Der Ökonom Jens Südekum, der auch Berater von Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) ist, hatte sich zuletzt dafür ausgesprochen, den Beginn der Rente nicht mehr mit dem Alter, sondern mit der Zahl der Beitragsjahre zu verknüpfen.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Marcel Fratzscher kritisiert den Vorschlag, den Renteneintritt an Beitragsjahre statt an das Alter zu koppeln.
  • Fratzscher warnt vor Ungerechtigkeiten im Rentensystem und zunehmender Altersarmut.
  • Der Ökonom Jens Südekum befürwortet den Vorschlag.

Warum ist das wichtig?

  • Vorschlag führt zu Ungerechtigkeiten im Rentensystem
  • Verstärkung von Ungleichheiten und möglichen Konflikten über Renteneintrittsalter
  • Benachteiligung von Frauen und Menschen mit weniger Beitragsjahren

Wer ist betroffen?

  • Männer, häufig gut bezahlte Industriearbeiter
  • Frauen, die viele Jahre ehrenamtlich tätig waren oder sich um die Familie gekümmert haben
  • Allgemein ältere Menschen, betroffen von Altersarmut

Zahlen/Fakten?

  • Vorschlag, Rentenbeginn mit Beitragsjahren zu verknüpfen, als ungerecht bezeichnet
  • Rente mit 63 profitiert vor allem männliche, gut bezahlte Industriearbeiter
  • Vorschlag verstärkt Ungleichheiten und Altersarmut, benachteiligt Frauen, die ehrenamtlich tätig sind

Wie geht’s weiter?

  • Diskussion über Rentenreform wird weitergehen
  • Intensiver Streit über Renteneintrittsalter ist zu erwarten
  • Mögliche Verschärfung der Ungleichheiten im Rentensystem
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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