CSU-Fraktion fordert freien Zugang zu Psychotherapeuten ohne Hausarzt-Umweg

14. Mai 2026
1 min Lesezeit

CSU-Fraktion fordert freien Zugang zu Psychotherapeuten ohne Hausarzt-Umweg

Bayern - Was ist passiert – was dahinter steckt

Psychiatrie und Versorgungsregeln in Bayern

() – Die CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag hat sich für eine Ausnahmeregelung im geplanten Primärarztsystem des Bundes stark gemacht. Betroffene von psychischen Krisen sollen demnach weiterhin direkt einen Psychiater oder Psychotherapeuten aufsuchen können, ohne vorher einen Hausarzt konsultieren zu müssen.

Einen entsprechenden Antrag hat der Landtag auf Initiative von CSU und Freien Wählern beschlossen, wie die Fraktion am Donnerstag mitteilte.

Der Fraktionsvorsitzende Klaus Holetschek betonte, dass Menschen in einer psychischen Krise schnelle Hilfe benötigten. Der direkte Zugang müsse erhalten bleiben, da sonst die Gefahr bestehe, dass notwendige Behandlungen aufgeschoben oder ganz abgebrochen würden.

Das Bayerische Gesundheitsministerium habe die Bundesgesundheitsministerin bereits kontaktiert, und auch die Gesundheitsminister der Länder hätten auf Initiative Bayerns eine entsprechende Regelung gefordert. Holetschek kritisierte zudem die geplante Absenkung der Honorare für ambulante psychotherapeutische Leistungen, die die wirtschaftliche Führung von Praxen gefährde.

Der gesundheitspolitische Sprecher Bernhard Seidenath ergänzte, dass die Stigmatisierung psychischer Erkrankungen noch immer real sei.

Wer in der Krise zusätzlich eine Überweisung vom Hausarzt beantragen müsse, breche den Weg zur Behandlung womöglich ganz ab. Das Primärversorgungssystem sei zwar richtig, müsse aber dort flexible Ausnahmen vorsehen, wo besondere Versorgungsbedarfe bestünden.

Die CSU-Fraktion werde weiter Druck machen, um die ambulante psychotherapeutische Versorgung zu verbessern.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Klinik für Psychiatrie (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • CSU-Fraktion fordert Ausnahmeregelung im Primärarztsystem für direkten Zugang zu Psychiatern.
  • Antrag im Bayerischen Landtag auf Initiative von CSU und Freien Wählern beschlossen.
  • Kritik an Honorarsenkungen für ambulante psychotherapeutische Leistungen.

Warum ist das wichtig?

  • Direkter Zugang zu Psychiatern und Psychotherapeuten notwendig für schnelle Hilfe in Krisensituationen
  • Vermeidung von Verzögerungen oder Abbrüchen in der Behandlung psychischer Erkrankungen
  • Flexible Ausnahmen im Primärversorgungssystem gefordert, um besondere Versorgungsbedarfe zu berücksichtigen

Wer ist betroffen?

  • Menschen in psychischen Krisen
  • Psychiater und Psychotherapeuten
  • Patienten, die direkte Hilfe benötigen

Zahlen/Fakten?

  • Direkter Zugang zu Psychiatern/Psychotherapeuten ohne Hausarzt-Konsultation gefordert
  • Antrag von CSU und Freien Wählern im Bayerischen Landtag beschlossen
  • Kritik an Absenkung der Honorare für ambulante psychotherapeutische Leistungen

Wie geht’s weiter?

  • CSU-Fraktion macht Druck für direkte Zugangsregelung zu Psychiatern
  • Bayerisches Gesundheitsministerium kontaktiert Bundesgesundheitsministerin
  • Stigmatisierung psychischer Erkrankungen soll berücksichtigt werden
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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