Mecklenburg-Vorpommern - Was ist passiert – was dahinter steckt
Bildungspolitik in Mecklenburg-Vorpommern reformiert
Schwerin () – Bildungsministerin Simone Oldenburg hat im Landtag die Pläne zur Neuausrichtung der Inklusionsstrategie in Mecklenburg-Vorpommern vorgestellt, teilte das Ministerium für Bildung und Kindertagesförderung mit. Landesregierung, Landkreise, Kommunen und Bildungspartner hatten sich zuvor in einem breiten Austausch auf die Eckpunkte verständigt.
Die Strategie sieht Angebote für leistungsschwächere, aber auch leistungsstarke Schüler vor.
Ziel ist es, die Förderschulen mit dem Förderschwerpunkt Lernen bis zum Jahr 2035 mit anderen Schularten zu verbinden. Entgegen der bisherigen Planung wird die Möglichkeit für eine organisatorische Verbindung mit anderen Schularten geschaffen, wobei die Entwicklung von Schulzentren unterstützt wird.
Wesentlich ist die Garantie, dass Schüler mit dem Förderschwerpunkt Lernen auch über das Jahr 2035 hinaus in eigenständigen Klassen lernen können. Das Wunsch- und Wahlrecht der Eltern bleibt erhalten, sodass sie weiterhin entscheiden können, ob ihre Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf gemeinsam mit anderen Schülern in einer Klasse lernen oder eine eigenständige Förderschulklasse besuchen.
Im Fokus der Reform stehen die Berufsorientierung und ein starker Praxisbezug.
An den Förderschulen Lernen wird in den Jahrgangsstufen 5 bis 8 das Fach Handwerk eingeführt, in der Jahrgangsstufe 9 ein wöchentlicher Praxislerntag. Die Unterstützung von Kindern und Jugendlichen mit dem Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung soll ausgebaut werden.
Flexible Lerngruppen und Schulwerkstätten werden erweitert, und mit dem neuen Unterrichtsangebot Lebenspraxis setzt die Landesregierung auf eine stärkere Vorbereitung junger Menschen auf den Alltag. Auch die Förderung leistungsstarker Schüler wird ausgebaut, unter anderem durch bestehende Schwerpunktangebote an Spezialgymnasien und Profilschulen.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Kinder in einer Schule (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Bildungsministerin Simone Oldenburg stellt Neuausrichtung der Inklusionsstrategie in Mecklenburg-Vorpommern vor.
- Förderschulen sollen bis 2035 mit anderen Schularten verbunden werden; eigenständige Klassen bleiben erhalten.
- Einführung neuer Fächer und Praxisbezug an Förderschulen wird ausgebaut.
Warum ist das wichtig?
- Verbesserung der Inklusion von leistungsschwächeren und leistungsstarken Schülern
- Unterstützung der individuellen Lernbedürfnisse durch flexible Angebote
- Stärkung der Berufsorientierung und Alltagsvorbereitung der Schüler
Wer ist betroffen?
- Schüler mit Förderbedarf
- Eltern
- Landesregierung, Landkreise, Kommunen, Bildungspartner
Zahlen/Fakten?
- Ziel: Verbindung der Förderschulen mit dem Förderschwerpunkt Lernen bis 2035
- Einführung des Fachs Handwerk in den Jahrgangsstufen 5 bis 8
- Wöchentlicher Praxislerntag in der Jahrgangsstufe 9
Wie geht’s weiter?
- Förderschulen mit Förderschwerpunkt Lernen bis 2035 mit anderen Schularten verbinden
- Durchführung von Handwerk und wöchentlichem Praxislerntag in Förderschulen
- Ausbau der Unterstützung für Kinder mit emotionalen und sozialen Entwicklungsbedarfen
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