Wirtschaft - Was ist passiert – was dahinter steckt
Wirtschaft: Dax im Aufschwung in Frankfurt
Frankfurt/Main () – Am Dienstag hat der Dax deutlich zugelegt. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 24.402 Punkten berechnet, ein Plus in Höhe von 1,7 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss. Nach einem freundlichen Start baute der Dax am Vormittag seine Zugewinne aus. Am Nachmittag hielt er unter Schwankungen das erreichte Niveau.
„Die überwiegend positiven Unternehmensnachrichten kompensieren erfolgreich die weiter undurchsichtige Lage im Nahen Osten“, kommentierte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst von CMC Markets. „Investoren werten die guten Ergebnisse in der laufenden Berichtsaison als Stütze für den Aktienmarkt und fokussieren sich so weniger auf die Meldungen zum USA-Iran-Konflikt.“
Aktuell falle es schwer, sich dort ein klares Bild zu machen. „Die Meldung, dass ein Containerschiff der Reederei Maersk unbeschadet durch die Straße von Hormus gefahren ist, hat dem Dax heute wieder etwas Auftrieb gegeben. Doch der Konflikt dürfte auch noch in den kommenden zwei bis drei Wochen ungewiss bleiben und entsprechende Auswirkungen auf die Energiepreise haben“, so Lipkow. „Damit steigen die Inflationserwartungen und bei den privaten Haushalten verschlechtert sich das Sentiment zunehmend.“
Zudem bauten viele Unternehmen Arbeitskräfte ab und ersetzen diese speziell im Technologiesektor durch KI, erklärte der Analyst. „Das sind zumeist gut ausgebildete Arbeitskräfte mit entsprechenden Gehältern und der zugehörigen Kaufkraft. Für die kommenden Quartale braut sich damit ein gewissermaßen perfektes Stagflationsszenario zusammen.“
Der Dax lebe derzeit sehr stark von den Vorgaben aus den USA und den Schwergewichten, die ebenfalls maßgeblich von Sondersituationen in vereinzelten Wirtschaftssektoren profitieren könnten. „Das lässt sich unter anderem an den Quartalszahlen von Rheinmetall erkennen. Ähnlich verhält es sich mit den Aktien von SAP und Siemens“, erklärte Lipkow. „Der Dax bildet derzeit nicht die deutsche Wirtschaft ab, sondern wird von den global aufgestellten Konzernen bestimmt.“
Bis kurz vor Handelsschluss standen die Papiere von Infineon, Siemens und Commerzbank an der Spitze der Kursliste. Das Schlusslicht bildeten die Aktien von FMC.
Unterdessen sank der Gaspreis: Eine Megawattstunde (MWh) Gas zur Lieferung im Mai kostete 47 Euro und damit drei Prozent weniger als am Vortag. Das impliziert einen Verbraucherpreis von mindestens rund neun bis elf Cent pro Kilowattstunde (kWh) inklusive Nebenkosten und Steuern, sollte das Preisniveau dauerhaft so bleiben.
Der Ölpreis sank stark: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Dienstagnachmittag gegen 17 Uhr deutscher Zeit 110,70 US-Dollar, das waren 373 Cent oder 3,3 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.
Die europäische Gemeinschaftswährung war am Dienstagnachmittag etwas stärker: Ein Euro kostete 1,1705 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8543 Euro zu haben.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Frankfurter Börse |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Dax legte zum Xetra-Handelsschluss um 1,7 Prozent auf 24.402 Punkte zu.
- Positive Unternehmensnachrichten überwiegen, trotz unklarer Lage im Nahen Osten.
- Gas- und Ölpreise sanken, Euro wertete leicht auf.
Warum ist das wichtig?
- Dax-Zuwachs signalisiert Marktentwicklung trotz geopolitischer Unsicherheiten
- Positive Unternehmensnachrichten stärken Investorenvertrauen und Aktienmärkte
- Risiken durch mögliche Stagflation und Energiepreiserhöhungen beeinflussen Wirtschaftsentwicklung
Wer ist betroffen?
- private Haushalte
- gut ausgebildete Arbeitskräfte im Technologiesektor
- Investoren
Zahlen/Fakten?
- Dax bei 24.402 Punkten, Plus von 1,7 Prozent
- Gaspreis bei 47 Euro/MWh, drei Prozent niedriger als am Vortag
- Ölpreis bei 110,70 US-Dollar pro Fass, 3,3 Prozent weniger als am Vortag
Wie geht’s weiter?
- Ungewisse Lage im Nahen Osten könnte weiterhin Auswirkungen auf Energiepreise und Inflationserwartungen haben.
- Investoren konzentrieren sich momentan auf positive Unternehmensnachrichten aus den USA.
- Stagflationsszenario könnte sich in den kommenden Quartalen zusammenbrauen.
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