Ökonom Edenhofer hält Reaktivierung von Atommeilern für Unsinn

4. Mai 2026
1 min Lesezeit

Ökonom Edenhofer hält Reaktivierung von Atommeilern für Unsinn

Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt

Wirtschaftliche Debatte zur Kernenergie in Deutschland

() – Der Chefökonom am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK), Ottmar Edenhofer, hält den Vorstoß von Unionsfraktionschef Jens Spahn (CDU) zur Reaktivierung der jüngst in abgeschalteten Atomkraftwerke für betriebswirtschaftlichen Unsinn.

„Ich bin nicht ideologisch gegen Kernenergie“, sagte Edenhofer dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. Er sehe aber nicht, wer die alten Meiler reaktivieren oder neue bauen solle. Angesichts der hohen Kosten wäre das betriebswirtschaftlicher Unsinn, auch volkswirtschaftlich gebe es dafür keine ausreichenden Gründe.

Edenhofer stimmte Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) zu, neue Gaskraftwerke zu bauen. „In Kombination mit dem weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien ist das der richtige Weg.“ Dabei seien große Solaranlagen hilfreicher als private Solardachanlagen. Der private Klimaschutz in Form von immer mehr privaten Dachanlagen könne sinnvoll sein, aber die gegenwärtige Regulierung erzeuge massive Fehlanreize.

„Die privaten Betreiber speisen den Strom meistens dann ein, wenn sowieso schon viel Strom im Netz ist, und beanspruchen das Netz hingegen dann, wenn der Strom knapp ist“, so Edenhofer. Einen zu jeder Tages- und Nachtzeit einheitlichen und unterm Strich subventionierten Cent-Betrag für erneuerbare Erzeugung zu erstatten, sei kein Ausdruck von kluger Klimapolitik. Die Solarstromvergütung müsse sich an den Börsenpreisen orientieren. Nur so hätten die Leute Anreize, beispielsweise ihre Heimbatterien sinnvoll zu betreiben.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Atomkraftwerk (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Ottmar Edenhofer bezeichnet den Vorschlag zur Reaktivierung von Atomkraftwerken als betriebswirtschaftlichen Unsinn.
  • Er unterstützt den Bau neuer Gaskraftwerke in Kombination mit dem Ausbau erneuerbarer Energien.
  • Edenhofer kritisiert die Regulierung privater Solaranlagen und fordert eine Anpassung der Solarstromvergütung an Börsenpreise.

Warum ist das wichtig?

  • Reaktivierung von Atomkraftwerken ist betriebswirtschaftlich unsinnig
  • Hohe Kosten und mangelnde wirtschaftliche Argumente gegen neue Atomkraftwerke
  • Notwendigkeit eines ausbalancierten Kraftwerkes mit Fokus auf erneuerbare Energien und effizienter Regulierung

Wer ist betroffen?

  • Ottmar Edenhofer (Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung)
  • Jens Spahn (CDU)
  • Katherina Reiche (CDU)

Zahlen/Fakten?

  • Ottmar Edenhofer hält Reaktivierung abgeschalteter Atomkraftwerke für betriebswirtschaftlichen Unsinn.
  • Hohe Kosten und fehlende volkswirtschaftliche Gründe gegen Reaktivierung.
  • Große Solaranlagen sind hilfreicher als private Solardachanlagen.

Wie geht’s weiter?

  • Keine Reaktivierung alter Atomkraftwerke geplant
  • Neubau von Gaskraftwerken wird unterstützt
  • Solarstromvergütung soll sich an Börsenpreisen orientieren
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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