Landwirtschaftsminister will staatliche Lebensmittelreserve ausbauen

1. Mai 2026
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Landwirtschaftsminister will staatliche Lebensmittelreserve ausbauen

Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt

Politik: Lebensmittelreserven in Deutschland ausbauen

() – Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer (CSU) will die staatliche Lebensmittelreserve für den Notfall ausbauen.

Neben den klassischen Reserven wolle man künftig auch mehr sofort verfügbare Lebensmittel einbeziehen, also Konserven, die im Ernstfall direkt genutzt werden könnten, sagte der CSU-Politiker den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Freitagausgaben). Diese Vorräte sollten künftig nicht nur in staatlichen Lagern liegen, sondern stärker dort, wo sie ohnehin gebraucht würden: bei Herstellern und im Handel. Ein fester Teil solle dort jederzeit verfügbar sein, etwa in Lagerhallen auf dem Werksgelände.

Rainer sprach von einer gezielten Investition in die deutsche Krisenfähigkeit. Zu Beginn – als Anschubfinanzierung – brauche man 30 Millionen Euro. Wenn das neue System etabliert sei, liege der jährliche Bedarf bei etwa 70 bis 80 Millionen Euro. Diese Summen wolle er verfassungsrechtlich sauber – in Form einer sogenannten Bereichsausnahme – im Bundeshaushalt verankern.

Da die Produkte nicht unbegrenzt haltbar seien, würden sie rechtzeitig in den Verkauf gegeben. Das schaffe zusätzliche Arbeit in der Logistik, die natürlich auch fair finanziert werden müsse, sagte der Minister.

Bedenken, Lebensmittelkonzerne und Einzelhandel könnten Profit aus der Lagerung schlagen, wies Rainer zurück. Das sei keine Privatisierung, im Gegenteil. Der Staat bleibe in der Verantwortung, sagte der Minister. Im Krisenfall müsse er für die Versorgung der Bevölkerung sorgen, und genau dieser Verantwortung stelle man sich. Die bestehenden Strukturen des Lebensmittelhandels zu nutzen, sei ein großer Vorteil. Die Details werde man sauber regeln.

Für Privathaushalte gebe es bewährte Empfehlungen zur Vorsorge, erinnerte Rainer. Jeder sollte neben haltbaren Grundnahrungsmitteln und ausreichend Wasser noch seine besonderen Vorlieben berücksichtigen.

Zugleich rief Rainer dazu auf, die heimische Düngemittelproduktion zu stärken. Ein entsprechender Aktionsplan der Europäischen Union werde im Mai vorgestellt. Dazu gehöre eine Entlastung bei den Zöllen, die für Düngemittel – mit Ausnahme von Russland und – auf Null gesenkt werden sollten, kündigte er an. Eine Düngemittel-Reserve – ähnlich der strategischen Öl-Reserve – sei derzeit nicht erforderlich.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Alois Rainer (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer plant den Ausbau der staatlichen Lebensmittelreserve für Notfälle.
  • Es sollen mehr sofort verfügbare Lebensmittel, wie Konserven, einbezogen und in der Nähe von Herstellern und im Handel gelagert werden.
  • Für die Umsetzung werden zunächst 30 Millionen Euro benötigt, danach jährlich etwa 70 bis 80 Millionen Euro.

Warum ist das wichtig?

  • Ausbau der staatlichen Lebensmittelreserve erhöht Krisenfähigkeit
  • Sofort verfügbare Lebensmittel verbessern Notfallversorgung
  • Nutzung bestehender Handelsstrukturen optimiert Logistik und Effizienz

Wer ist betroffen?

  • Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer (CSU)
  • Lebensmittelhersteller
  • Einzelhandel

Zahlen/Fakten?

  • 30 Millionen Euro für Anschubfinanzierung
  • jährlicher Bedarf von 70 bis 80 Millionen Euro
  • Düngemittel-Zölle sollen auf Null gesenkt werden (außer für Russland und Weißrussland)

Wie geht’s weiter?

  • Ausbau der staatlichen Lebensmittelreserve für Notfälle
  • Investition von 30 Millionen Euro zur Anschubfinanzierung erforderlich
  • Stärkung der heimischen Düngemittelproduktion angekündigt
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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