Vermischtes - Was ist passiert – was dahinter steckt
Wettbewerb im digitalen Sektor in Brüssel
Brüssel () – Im Feststellungsverfahren der EU-Kommission wegen möglicher Verstöße von Google gegen das Gesetz über digitale Märkte (DMA) hat die Kommission Vorschläge unterbreitet, wie Google konkurrierende KI-Dienste im Betriebssystem Android mit dem eigenen KI-Dienst gleichstellen könnte.
Die Vorschläge zielen darauf ab, sicherzustellen, dass konkurrierende KI-Dienste effektiv mit Anwendungen auf den Android-Geräten der Nutzer interagieren und entsprechende Aufgaben ausführen können, wie beispielsweise das Versenden einer E-Mail über die vom Nutzer bevorzugte E-Mail-App, das Bestellen von Essen oder das Teilen eines Fotos mit Freunden. Derzeit behält sich Google diese Funktionen weitgehend für die Nutzung durch seine eigenen KI-Angebote auf Android-Smartphones und -Tablets vor.
„KI-Dienste gewinnen für den täglichen Umgang der EU-Bürger mit ihren Mobilgeräten zunehmend an Bedeutung“, sagte EU-Wettbewerbskommissarin Teresa Ribera. „Die heute vorgeschlagenen Maßnahmen werden Android-Nutzern mehr Auswahlmöglichkeiten hinsichtlich der KI-Dienste bieten, die sie nutzen und in ihr Smartphone integrieren, einschließlich der großen Bandbreite an KI-Diensten, die mit Googles eigener KI konkurrieren.“
EU-Digitalkommissarin Henna Virkkunen ergänzte, dass Interoperabilität der Schlüssel sei, um das volle Potenzial von KI-Technologien auszuschöpfen. „Diese Maßnahmen werden Android-Geräte für ein breiteres Spektrum an KI-Diensten öffnen, sodass Nutzer die Freiheit haben, die KI-Dienste zu wählen, die ihren Bedürfnissen und Werten am besten entsprechen, ohne dabei auf Funktionalität verzichten zu müssen“. erklärte sie. „Die Stimme des Marktes ist wichtig, und wir ermutigen alle Interessierten, Feedback zu den heute vorgeschlagenen Maßnahmen zu geben.“
Der Digital Markets Act (DMA) zielt darauf ab, wettbewerbsfähige und faire Märkte im digitalen Sektor zu gewährleisten. Er regelt die Tätigkeit von großen digitalen Plattformen, sogenannten „Gatekeepern“, die eine Schnittstelle zwischen gewerblichen Nutzern und Verbrauchern bilden und deren Stellung ihnen die Macht verleihen kann, Engpässe in der digitalen Wirtschaft zu schaffen.
Am 6. September 2023 hatte die Europäische Kommission die Google-Suche, Google Play, Google Maps, YouTube, das Google-Android-Betriebssystem, Google Chrome, Google Shopping und die Online-Werbedienste von Alphabet als zentrale Plattformdienste ausgewiesen. Alphabet muss seit dem 7. März 2024 alle geltenden DMA-Verpflichtungen in Bezug auf die ausgewiesenen Dienste vollständig erfüllen, erklärte die EU-Kommission.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Gebäude der EU-Kommission (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- EU-Kommission schlägt Maßnahmen vor, um konkurrierende KI-Dienste auf Android gleichzustellen.
- Google behält derzeit wichtige Funktionen für eigene KI-Services vor.
- Digital Markets Act regelt digitale Plattformen und verpflichtet Google zur Einhaltung ab März 2024.
Warum ist das wichtig?
- Sicherstellung effektiver Interaktion konkurrierender KI-Dienste mit Android-Anwendungen
- Erhöhung der Auswahlmöglichkeiten für Nutzer hinsichtlich KI-Diensten
- Förderung von Interoperabilität, um das volle Potenzial von KI-Technologien auszuschöpfen
Wer ist betroffen?
- EU-Bürger, die Android-Geräte nutzen
- Google und konkurrierende KI-Dienstanbieter
- Große digitale Plattformen (Gatekeeper)
Zahlen/Fakten?
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- September 2023: Europäische Kommission weist Google-Dienste als zentrale Plattformdienste aus
- Ab 7. März 2024: Alphabet muss DMA-Verpflichtungen vollständig erfüllen
- Ziel des Digital Markets Act (DMA): wettbewerbsfähige und faire Märkte im digitalen Sektor gewährleisten
Wie geht’s weiter?
- Google muss bis zum 7. März 2024 alle DMA-Verpflichtungen für zentrale Plattformdienste erfüllen.
- Maßnahmen sollen KI-Diensten Interoperabilität auf Android-Geräten ermöglichen.
- Feedback von Interessierten zu den vorgeschlagenen Maßnahmen wird ermutigt.
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