Bayern - Was ist passiert – was dahinter steckt
Gesellschaftliche Gedenken in Rosenheim
Rosenheim () – Die Stadt Rosenheim hat den Tod des NS-Verfolgten Karel Hobo bekannt gegeben. Der 97-Jährige ist am 9. April in Neuseeland verstorben.
Hobo war während des Zweiten Weltkriegs aus den Niederlanden nach Rosenheim verschleppt und am Bahnhof als Zwangsarbeiter eingesetzt worden.
Erst im September 2024 war am Rosenheimer Bahnhof ein Gedenkzeichen für Hobo angebracht worden. Damals war er per Video aus Neuseeland zugeschaltet.
Sein Tagebuch aus der NS-Zeit gilt als außergewöhnlich wertvolles historisches Dokument und wird im Stadtarchiv Rosenheim aufbewahrt. Es enthält unter anderem einzigartige Schilderungen der alliierten Luftangriffe auf Rosenheim in den letzten Kriegsmonaten.
Oberbürgermeister Andreas März würdigte Hobo als wichtigen Zeitzeugen, der eindrucksvoll vor Augen geführt habe, wohin Ausgrenzung und Unmenschlichkeit führen können.
Die Stadt Rosenheim sieht es als dauerhafte Aufgabe der städtischen Erinnerungskultur, die Geschichte der NS-Verfolgung in Rosenheim sichtbar und präsent zu halten.
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