Sachsen will Gewaltschutz ausbauen und stärkt Hilfsangebote

21. April 2026
1 min Lesezeit

Sachsen will Gewaltschutz ausbauen und stärkt Hilfsangebote

Sachsen - Was ist passiert – was dahinter steckt

Gesellschaftliche Reformen in Sachsen

() – Die sächsische Staatsregierung hat den Entwurf für ein Gewalthilfegesetz zur Anhörung freigegeben. Damit will als erstes Bundesland die Vorgaben des Bundes zum Schutz von Gewaltbetroffenen in Landesrecht umsetzen, wie das Sozialministerium mitteilte.

Ein zentraler Punkt ist der flächendeckende Ausbau von Schutz- und Beratungsstrukturen in allen Landkreisen und kreisfreien Städten. Das Gesetz schließt ausdrücklich auch männliche Betroffene häuslicher Gewalt ein.

Bis 2028 sollen die bestehenden 21 Frauen-, Kinder- und Männerschutzeinrichtungen von aktuell 208 auf 227 Plätze ausgebaut werden, was einem Plus von 9,1 Prozent entspricht.

Zudem erhalten die Einrichtungen zusätzliches Personal für die Beratung mitbetroffener Kinder und Jugendlicher. Die Personalressourcen in den Beratungsstellen werden bis 2028 um insgesamt 11 Prozent aufgestockt.

Für die Finanzierung des Hilfesystems erhält Sachsen vom Bund für 2027 und 2028 insgesamt 11,8 Millionen Euro.

Der Freistaat selbst plant in diesem Zeitraum Landesmittel in Höhe von 27,3 Millionen Euro ein. Die Kommunen werden entlastet, da das Land deren Kofinanzierungsanteile übernimmt.

Zudem soll eine zentrale Koordinierungsstelle eingerichtet werden, die Betroffene vermittelt und Absprachen mit anderen Bundesländern trifft.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Demonstrantin gegen Gewalt an Frauen (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Sachsen gibt Entwurf für Gewalthilfegesetz zur Anhörung frei.
  • Ausbau von Schutz- und Beratungsstrukturen in Landkreisen bis 2028 geplant.
  • Finanzierung durch Bund und Land sichert zusätzliche Mittel für Einrichtungen.

Warum ist das wichtig?

  • Schutz und Unterstützung für Gewaltbetroffene verbessern
  • Ausbau von Beratungsstrukturen sorgt für bessere Erreichbarkeit
  • Sicherstellung finanzieller Mittel für nachhaltige Hilfsangebote

Wer ist betroffen?

  • Gewaltbetroffene, einschließlich männlicher Betroffener
  • Kinder und Jugendliche, die mitbetroffen sind
  • Einrichtungen für Frauen, Kinder und Männer in Sachsen

Zahlen/Fakten?

  • Bis 2028 Ausbau der Plätze in Schutz- und Männerschutzeinrichtungen von 208 auf 227 (plus 9,1 Prozent)
  • Personalressourcen in Beratungsstellen bis 2028 um 11 Prozent aufgestockt
  • Finanzierung vom Bund: 11,8 Millionen Euro für 2027 und 2028; Landesmittel: 27,3 Millionen Euro

Wie geht’s weiter?

  • Flächendeckender Ausbau von Schutz- und Beratungsstrukturen bis 2028
  • Erhöhung der Plätze in Schutz Einrichtungen von 208 auf 227
  • Einrichtung einer zentralen Koordinierungsstelle für Betroffene
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

Don't Miss