Thüringen - Was ist passiert – was dahinter steckt
Archäologische Entdeckung im Geraer Stadtwald
Gera () – Im Geraer Stadtwald ist ein etwa 40 Zentimeter langer Knochen eines eiszeitlichen Steppenbisons gefunden worden. Das teilte das Museum für Naturkunde Gera mit.
Ein Spaziergänger hatte den Knochen im Juli 2025 im Wurzelballen eines umgestürzten Baumes entdeckt und das Museum verständigt.
Experten des Senckenberg Forschungsinstituts in Weimar und der Universität Bonn bestimmten den Fund schließlich als linke Speiche eines Steppenbisons (Bison priscus). Diese ausgestorbene Wildrindart war während der letzten Kaltzeit, der Weichsel-Kaltzeit, auf der Mammutsteppe verbreitet und verschwand vor etwa 11.700 Jahren.
Der Knochen war deutlich größer als der eines heutigen Hausrinds.
Das Museum dokumentierte den Fundort, konnte aber keine weiteren Knochen finden. Der Steppenbisonknochen wurde konservatorisch behandelt.
Eine genaue Altersdatierung steht noch aus. Andere eiszeitliche Fossilien aus der Region, wie das Pohlitzer Wollhaarnashorn, wurden bereits dieser Kaltzeit zugeordnet.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Knochen eines Steppenbison aus dem Geraer Stadtwald. (Archiv), Frank Hrouda / Museum für Naturkunde Gera via |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Ein Spaziergänger fand im Geraer Stadtwald einen etwa 40 cm langen Knochen eines Steppenbisons.
- Experten identifizierten den Knochen als linke Speiche eines ausgestorbenen Steppenbisons.
- Der Knochen wurde konservatorisch behandelt und der Fundort dokumentiert.
Warum ist das wichtig?
- Entdeckung eines seltenen eiszeitlichen Fundes erhöht das Wissen über frühere Tierarten und deren Verbreitung.
- Der Fundort kann für zukünftige wissenschaftliche Untersuchungen wichtig sein, um mehr über die Umweltbedingungen der Kaltzeit zu erfahren.
Wer ist betroffen?
- Spaziergänger
- Experten des Senckenberg Forschungsinstituts
- Universität Bonn
Zahlen/Fakten?
- 40 Zentimeter langer Knochen eines Steppenbisons gefunden
- Verschwand vor etwa 11.700 Jahren
- Größer als der Knochen eines heutigen Hausrinds
Wie geht’s weiter?
- Altersdatierung des gefundenen Knochens anstreben
- Weitere Forschung zu möglichen weiteren Funden im Stadtwald
- Veröffentlichung der Ergebnisse durch das Museum für Naturkunde Gera
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