Sachsen-Anhalt - Was ist passiert – was dahinter steckt
Energiepolitik und Industriestandort Sachsen-Anhalt
Magdeburg () – Die Grünen-Landtagsfraktion in Sachsen-Anhalt hat Bundeswirtschaftsministerin Katharina Reiche (CDU) vorgeworfen, mit einer verschleppten Energiepolitik den Industriestandort zu gefährden.
Der energiepolitische Sprecher Sebastian Striegel reagierte am Mittwoch auf eine Ausschusssitzung im Landtag, in der erneut keine konkreten Informationen aus Berlin zum geplanten Kapazitätsmarkt für Kraftwerke vorgelegen hätten.
Striegel warf der Ministerin „lobbygetriebene Verzögerungspolitik“ vor, die Investitionen gefährde und Unternehmen verunsichere. Besonders die chemische Industrie am Standort Schkopau sei auf Planungssicherheit angewiesen.
„Wer den Ausbau steuerbarer Kapazitäten verschleppt, gefährdet Investitionen, verunsichert Unternehmen und spielt mit Arbeitsplätzen“, sagte Striegel. Die von der Vorgängerregierung unter Robert Habeck (Grüne) vorbereiteten Ausschreibungen für neue Kraftwerkskapazitäten müssten endlich auf den Weg gebracht werden.
Hintergrund der Kritik ist eine Kleine Anfrage der Grünen-Bundestagsfraktion vom 9. März, die zahlreiche offene Fragen zur sogenannten Kraftwerksstrategie der Bundesregierung aufgeworfen hatte.
Ein funktionierender Kapazitätsmarkt soll sicherstellen, dass auch bei wenig Wind und Sonne genug steuerbare Kraftwerksleistung zur Verfügung steht. Das Fehlen belastbarer Informationen aus dem Bundeswirtschaftsministerium sorge weiterhin für Unsicherheit bei den Unternehmen, so die Grünen.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Grünen-Logo (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Grünen werfen Bundeswirtschaftsministerin Katharina Reiche Verzögerung in der Energiepolitik vor
- Mangel an Informationen zum geplanten Kapazitätsmarkt für Kraftwerke sorgt für Unsicherheit bei Unternehmen
- Besondere Besorgnis über die Auswirkungen auf die chemische Industrie in Schkopau
Warum ist das wichtig?
- Gefährdung des Industriestandorts durch verzögerte Energiepolitik
- Notwendigkeit von Planungssicherheit für Unternehmen, besonders in der chemischen Industrie
- Mangelnde Informationen verunsichern und hemmen Investitionen
Wer ist betroffen?
- Bundeswirtschaftsministerin Katharina Reiche (CDU)
- Unternehmen der chemischen Industrie am Standort Schkopau
- Beschäftigte in der Industrie
Zahlen/Fakten?
- Vorwurf der Grünen an Bundeswirtschaftsministerin wegen verschleppter Energiepolitik
- Besondere Bedeutung für chemische Industrie in Schkopau
- Fehlen konkreter Informationen zu Kapazitätsmarkt und Kraftwerksstrategie
Wie geht’s weiter?
- Konkrete Informationen zum Kapazitätsmarkt aus Berlin einfordern
- Investitionsprojekte und Ausschreibungen für neue Kraftwerkskapazitäten vorantreiben
- Planungssicherheit für die chemische Industrie gewährleisten
- Waisenhofstraße in Kiel wegen Demonstration gesperrt - 8. April 2026
- Senior in Wolfsburg mit Messer bedroht und Auto geraubt - 8. April 2026
- Rauchmelder wecken Bewohner bei Kellerbrand in Sonsbeck - 8. April 2026
