Wirtschaft - Was ist passiert – was dahinter steckt
Wirtschaftliche Maßnahmen zur Entlastung in Köln
Köln () – Der Direktor des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), Michael Hüther, hat vor einem Deckel beim Spritpreis und einer Erhöhung der Pendlerpauschale zur Entlastung der Autofahrer abgeraten
„Mit Preisdeckeln würden die Anreize für Effizienzsteigerungen im Umgang mit den fossilen Rohstoffen gemindert“, sagte Hüther der „Rheinischen Post“ (Mittwochausgabe). „Die Pendlerpauschale in der Einkommensteuer ist sicher keine angemessene, weil nicht zielgenaue Lösung, ihre Entlastung hängt über die Minderung des zu versteuernden Einkommens vom Grenzsteuersatz ab und wirkt somit progressiv.“
Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) hatte zuvor eine höhere Pendlerpauschale ins Spiel gebracht, SPD-Chef Lars Klingbeil einen Preisdeckel. Der IW-Chef schlägt andere Maßnahmen vor. „Zielgenau kann man einkommensschwächere Haushalte durch Pauschalbeträge kompensieren, die man der Einkommensbesteuerung unterwirft und so nach der Leistungsfähigkeit automatisch staffelt“, sagte er. „Bei erwerbstätigen Bürgergeldbeziehern kann man die Kilometerpauschale erhöhen.“
Eine Verteuerung importierter Ressourcen führe unweigerlich zu einem Wohlstandsverlust, so Hüther. „Die Dämpfung der dafür zu zahlenden inländischen Preise wäre überhaupt nur in dem Grenzfall zu rechtfertigen, wenn die Preisspitze nur für sehr kurze Zeit zu erwarten wäre, weil dann die Anpassung volkswirtschaftlich nicht effizient wäre. Davon können wir aber nicht ausgehen, denn Produktionsanlagen in Nahost sind zerstört und Logistiksysteme gestört.“
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Tankstelle (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Michael Hüther rät von einem Spritpreisdeckel und einer höheren Pendlerpauschale ab.
- Er schlägt zielgenauere Maßnahmen zur Entlastung einkommensschwächerer Haushalte vor.
- Hüther warnt vor Wohlstandsverlust durch Verteuerung importierter Ressourcen.
Warum ist das wichtig?
- Preisdeckel mindern Anreize für Effizienzsteigerung im Umgang mit fossilen Rohstoffen
- Pendlerpauschale wirkt nicht zielgenau und hat progressiven Charakter
- Alternative Maßnahmen könnten einkommensschwächere Haushalte gezielt unterstützen
Wer ist betroffen?
- Autofahrer
- Einkommensschwächere Haushalte
- Erwerbstätige Bürgergeldbezieher
Zahlen/Fakten?
- Michael Hüther warnt vor Spritpreisdeckeln und einer höheren Pendlerpauschale.
- Pendlerpauschale hängt vom Grenzsteuersatz ab und wirkt somit progressiv.
- Vorschlag: einkommensschwächere Haushalte durch Pauschalbeträge in der Einkommensbesteuerung kompensieren.
Wie geht’s weiter?
- Einkommensschwächere Haushalte durch Pauschalbeträge entlasten
- Kilometerpauschale für Bürgergeldbezieher erhöhen
- Keine kurzfristigen Maßnahmen wie Preisdeckel ergreifen
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