Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt
EU-Entwaldungsverordnung: Vorschläge aus Deutschland
Berlin () – Deutschland hat der Europäischen Kommission Vorschläge zur Vereinfachung der EU-Entwaldungsverordnung (EUDR) übermittelt. Diese sollen die Verordnung praxistauglicher gestalten und die Wirtschaft nicht zusätzlich belasten, teilte das Bundeslandwirtschaftsministerium am Montag mit.
„Beharrlichkeit zahlt sich aus: Wir haben Ende vergangenen Jahres durchgesetzt, dass Landwirte und Waldbesitzer entlastet sowie große Teile der nachgelagerten Lieferkette weitgehend von Verpflichtungen der EUDR befreit wurden“, sagte Bundesagrarminister Alois Rainer (CSU). Nun sei es wichtig, diese Vereinfachungen in der Praxis zu bewahren und weiterzuentwickeln.
In ihrer ursprünglichen Form hätte die EUDR eine erhebliche Belastung laut Agrarministerium für viele deutsche Primärerzeuger und Unternehmen dargestellt. Deutschland drängte daher auf Vereinfachungen, die durch einen Kompromissvorschlag erzielt wurden. Die Einführung der EUDR wurde verschoben, und die EU-Mitgliedstaaten forderten die Kommission auf, bis Ende April weitere Entbürokratisierungsmöglichkeiten vorzulegen. Deutschland unterstützt die Ziele der Verordnung für entwaldungsfreie Produkte, sieht jedoch die Notwendigkeit, globalen Waldschutz und Wettbewerbsfähigkeit in Einklang zu bringen.
Die Vorschläge des BMLEH umfassen unter anderem regionale Sammelmeldungen für kleine Primärerzeuger, präzisierte Nachweispflichten für Importe aus Niedrigrisikoländern und die Begrenzung der Legalitätsnachweise auf EUDR-relevante Anforderungen. Zudem wird eine zentrale Verantwortung der Kommission für eine einheitliche Umsetzung gefordert, sowie eine Entlastung der Kontrollbehörden und eine praxisgerechte Auslegung der Vereinfachungen.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Holzstämme (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Deutschland hat der EU Vorschläge zur Vereinfachung der Entwaldungsverordnung übermittelt.
- Ziel ist, die Verordnung praxistauglicher zu gestalten und die Wirtschaft nicht zusätzlich zu belasten.
- Vereinfachungen sollen die Entlastung von Landwirten und Waldbesitzern bewahren und ausweiten.
Warum ist das wichtig?
- Vereinfachungen der EUDR sollen wirtschaftliche Belastungen für deutsche Unternehmen reduzieren.
- Erhalt und Weiterentwicklung dieser Vereinfachungen ist wichtig für die Wettbewerbsfähigkeit und den Waldschutz.
- Möglichkeit zur Entlastung für kleine Primärerzeuger und Kontrolle durch die Kommission fördern eine praxisnahe Umsetzung.
Wer ist betroffen?
- Landwirte
- Waldbesitzer
- deutsche Primärerzeuger und Unternehmen
Zahlen/Fakten?
- Deutschland hat der EU Vorschläge zur Vereinfachung der EUDR übermittelt.
- Agrarministerium berichtet von Entlastungen für Landwirte und Waldbesitzer.
- Einführung der EUDR wurde verschoben, da weitere Entbürokratisierung verlangt wird.
Wie geht’s weiter?
- Umsetzung der Vorschläge für EUDR-Vereinfachungen in der Praxis
- Weitere Entbürokratisierungsmöglichkeiten bis Ende April anfordern
- Pflege des Gleichgewichts zwischen Waldschutz und Wettbewerbsfähigkeit
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