Bundesinnenministerium stoppt Demokratieprojekt

24. März 2026
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Bundesinnenministerium stoppt Demokratieprojekt

Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt

Politik: Bundesinnenministerium stoppt Projektförderung in Berlin

() – Das Bundesinnenministerium von Alexander Dobrindt (CSU) stoppt die Förderung des Demokratieprojekts der Gruppe „Radikale Töchter“. Ein Ministeriumssprecher bestätigte der „taz“, dass die Förderung abgelehnt wurde. Weiter äußere man sich zu Einzelbewertungen grundsätzlich nicht. Nach Unterlagen, aus denen die Zeitung zitiert, war dem Projekt aber bereits im Frühjahr 2025 eine vorläufige Zusage für das Projekt erteilt worden.

Die „Radikalen Töchter“ hatten sich mit dem Projekt „Mut-Muskel-Training“ für eine Förderung des Bundesprogramms „Zusammenhalt durch Teilhabe“ des Bundesinnenministeriums beworben, welches von der Bundeszentrale für politische Bildung ausgeführt wird. Die Bundeszentrale hatte laut „taz“ bereits im März 2025 dem Projekt eine vorläufige Zusage erteilt und den Projektstart genehmigt – vorbehaltlich nur noch einer Verabschiedung des Haushalts.

Im Januar diesen Jahres verfügte das Bundesinnenministerium dann aber in einem Erlass an die Bundeszentrale für politische Bildung, die Förderung abzulehnen. Die Bundeszentrale soll darauf in einem internen Schreiben an das Ministerium „erhebliche rechtliche Bedenken gegen die Umsetzung dieses Erlasses“ angemeldet haben, da der inhaltliche Bewertungsprozess bereits abgeschlossen sei. Das Ministerium aber blieb bei seiner Entscheidung.

Ein Ministeriumssprecher erklärte, dass die abschließende Entscheidung über eine Förderung in dem Bundesprogramm dem Bundesinnenministerium obliege. Die Hausleitung des Ministeriums behalte sich zudem vor, „eigene Schwerpunkte in der aktuellen Förderperiode des Bundesprogramms `Zusammenhalt durch Teilhabe` zu setzen“.

Cesy Leonard, Geschäftsführerin der „Radikalen Töchtern“, geht von einem Zusammenhang mit ihrer Kritik an Bundeskanzler Friedrich Merz aus. „Wenn politisch unliebsame Organisationen wie meine ohne Begründung ihre Förderung verlieren, ist das ein absoluter Skandal“, sagte Leonard der „taz“. „Eine starke Demokratie muss Kritik aushalten können, ohne sie abzustrafen.“ Leonard sprach von einem „mutwilligen Demontieren von demokratischem Engagement durch die Bundesregierung“. Leonards Gruppe legte inzwischen Widerspruch gegen die abgelehnte Förderung ein.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Innenministerium (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Bundesinnenministerium stoppt Förderung des Demokratieprojekts "Mut-Muskel-Training" der "Radikalen Töchter"
  • Vorläufige Zusage für das Projekt wurde bereits im Frühjahr 2025 erteilt, Förderung aber abgelehnt
  • Geschäftsführerin äußert Kritik und sieht Zusammenhang mit ihrer politischen Haltung

Warum ist das wichtig?

  • Stopp der Förderung birgt Risiken für politische Bildung und Engagement.
  • Mögliche Einflussnahme auf kritische Stimmen könnte demokratische Prozesse gefährden.
  • Widerspruch gegen die Entscheidung zeigt Widerstand und rechtliche Unsicherheiten auf.

Wer ist betroffen?

  • "Radikale Töchter"
  • Cesy Leonard, Geschäftsführerin der "Radikalen Töchtern"
  • Bundeszentrale für politische Bildung

Zahlen/Fakten?

  • Förderung des Demokratieprojekts "Radikale Töchter" abgelehnt
  • Vorläufige Zusage für Projekt im Frühjahr 2025 erteilt
  • Widerspruch gegen abgelehnte Förderung eingereicht

Wie geht’s weiter?

  • Widerspruch der "Radikalen Töchter" gegen die abgelehnte Förderung einlegen
  • Mögliche Einordnung der Entscheidung im politischen Kontext
  • Ministerium könnte eigene Schwerpunkte im Förderprogramm setzen
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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