Gabriel und de Maizière kritisieren Regierungsstil

13. Juni 2026
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Gabriel und de Maizière kritisieren Regierungsstil

Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt

Politik in Berlin: Krise der Koalition

() – Die früheren Bundesminister Sigmar Gabriel (SPD) und Thomas de Maizière (CDU) kritisieren die gegenwärtige Regierungspraxis scharf. In der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ werfen sie der Koalition handwerkliche Mängel und mangelnde Disziplin vor.

Gabriel sagte, alles werde Kanzler Friedrich Merz (CDU) vor die Tür gekippt, was ein guter Kanzleramtsminister normalerweise vorher abfangen oder in die Ministerien zurückverweisen würde. So würden unrealistische Vorschläge normalerweise schon in der Staatssekretärsrunde scheitern. „Das scheint in dieser Koalition nicht zu funktionieren. Stattdessen laufen die Dinge durch bis ins Kabinett und poppen dann im Parlament auf. Und bei wem liegt das Problem dann vor der Tür? Beim Kanzler. Der kriegt alles ab.“

De Maizière mahnte mehr Disziplin in der Außenwirkung an. Viele auf der mittleren Ebene glaubten, ihre Partei komme dann besonders stark raus, wenn sie in der Koalition ihren Punkt durchsetzen oder in der Öffentlichkeit so tun, als hätten sie in der Regierung das Schlimmste verhindert. „Das interessiert vielleicht die Parteifunktionäre. Die Bevölkerung interessiert aber nur, ob entschlossen gehandelt wird.“

Gabriel kritisierte zudem eine Äußerung von Merz, wonach kein Bundeskanzler vor ihm ähnliche Anfeindungen erlebt habe. Dazu sagte Gabriel, er habe sich über diesen Satz gewundert und sich vorgestellt, was Willy Brandt gesagt hätte, den manche als Volksverräter beschimpft haben.

Beide Politiker finden das Regieren heute schwerer als früher. „Vor allem die internationale Lage macht das Regieren unheimlich schwer“, sagte Gabriel. Der amerikanische Präsident Donald Trump sei früher noch nicht so extrem gewesen gegenüber Europa und . Putins Krieg gegen die sei noch nicht so furchtbar wie heute gewesen. De Maizière sagte, es sei viel schwieriger als vor zehn oder zwanzig Jahren. Jede Äußerung werde „in der Hyper-Empörungs-Skandal-Debattenkultur sofort hochgejazzt“.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Thomas de Maizière (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Sigmar Gabriel und Thomas de Maizière kritisieren die aktuelle Regierungspraxis scharf.
  • Gabriel bemängelt, dass unrealistische Vorschläge bis ins Kabinett gelangen und dann beim Kanzler landen.
  • De Maizière fordert mehr Disziplin und sieht Schwierigkeiten in der internationalen Lage für das Regieren heute.

Warum ist das wichtig?

  • Kritik an der aktuellen Regierungsarbeit zeigt potentielle Probleme in der Koalition auf.
  • Mangelnde Disziplin und Kommunikation können zu ineffizienten Entscheidungen führen.
  • Stärkere internationale Herausforderungen erfordern effektiveres Handeln der Regierung.

Wer ist betroffen?

  • Sigmar Gabriel (SPD)
  • Thomas de Maizière (CDU)
  • Friedrich Merz (CDU)

Zahlen/Fakten?

  • Sigmar Gabriel kritisiert die aktuelle Kanzleramtsführung und den Umgang mit Vorschlägen in der Koalition.
  • Thomas de Maizière mahnt Disziplin in der Außenwirkung an.
  • Beide Politiker empfinden das Regieren heute als deutlich schwieriger aufgrund internationaler Herausforderungen.

Wie geht’s weiter?

  • Kritik an der gegenwärtigen Regierungspraxis bleibt bestehen
  • Appell an mehr Disziplin und entschlossenes Handeln
  • Herausforderungen durch internationale Lage werden betont
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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