Saarland - Was ist passiert – was dahinter steckt
Forschung und Entwicklung in Saarbrücken
Saarbrücken () – Forscher der Universität des Saarlandes haben eine neue Methode entwickelt, um Elektromotoren deutlich effizienter zu machen. Sie nutzen dafür sogenanntes metallisches Glas, wie die Hochschule am Dienstag mitteilte.
Das neuartige Material soll die Energieverluste in Motoren von Elektrogeräten wie E-Bikes oder Drohnen erheblich verringern und so den Stromverbrauch senken oder die Reichweite erhöhen.
Die Wissenschaftler um Ralf Busch haben spezielle Legierungen entwickelt, die im 3D-Druck zu Motorkomponenten verarbeitet werden können. Im Gegensatz zu herkömmlichen Metallen besitzen diese metallischen Gläser keine kristalline Struktur.
Dadurch entstehen beim Ummagnetisieren im Motor kaum noch Verluste, die sonst als Wärme entweichen. Die Suche nach der passenden Legierung beschreibt Busch als Suche in einem ‚fünfdimensionalen Konzentrationsraum‘.
Das europäische Forschungsprojekt AM2SoftMag wurde bis Februar 2026 mit 3,5 Millionen Euro durch den Europäischen Innovationsrat gefördert.
Neben dem Saarbrücker Team waren Partner aus Spanien, Italien, Polen und Deutschland beteiligt. Der nächste Schritt ist nun, das Verfahren so weiterzuentwickeln, dass es im industriellen Maßstab eingesetzt werden kann, wie der Antriebstechnik-Spezialist Matthias Nienhaus erläuterte.
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