Thüringens Innenminister Maier räumt Versäumnisse ein

16. November 2025
1 min Lesezeit

Thüringens Innenminister Maier räumt Versäumnisse ein

Thüringen - Was ist passiert – was dahinter steckt

Politik Thüringen: Bekämpfung von Antisemitismus

() – Thüringens Innenminister Georg Maier (SPD) hat eingeräumt, dass Bund und Länder in den vergangenen Jahren nicht genug gegen importierten Antisemitismus getan haben. „Wir hätten intensiver hinhören und hinschauen müssen, als sich migrantische Milieus etablierten, die judenfeindlich sind“, sagte der SPD-Politiker dem „Focus“.

„Haben wir die Augen vor importierten Antisemitismus verschlossen? Nein! Aber wir waren zu optimistisch, dass sich das von alleine löst.“

Maier ergänzte: „Wir waren der Auffassung, dass Menschen, die in der Heimat die Unfreiheit erlebt haben, bei uns die freie Gesellschaft schätzen. Dass jeder lieben kann, wen er will. Dass Frauen gleichberechtigt sind.“

Man habe auch geglaubt, dass Juden ihren Glauben leben könnten, ohne ständig mit dem Vorgehen der israelischen Regierung konfrontiert zu werden.

Maier weiter: „Es war eine Mischung aus Optimismus – zu wenig Ressourcen und ja, auch etwas mehr Intoleranz wäre gut gewesen.“

Für die Innenministerkonferenz Anfang Dezember kündigte der SPD-Politiker konsequentere Maßnahmen gegen Antisemitismus an. „Wir werden bei der nächsten Innenministerkonferenz Anfang Dezember im darüber beraten, wie wir noch konsequenter gegen den grassierenden Antisemitismus vorgehen können“, sagte Maier.

„Der Rechtsstaat muss hart durchgreifen.“ Hass und Hetze gegen Juden im Netz und auf der Straße müssten schnellstmöglich verfolgt und geahndet werden, forderte Maier.

„Ausländischen Straftätern muss klar sein, dass antisemitische Hetze keine Lappalie ist, sondern dadurch die sofortige Abschiebung droht“, fügte Maier hinzu.

„Und ich werde einen Antrag einbringen, dass ein klares und unmissverständliches Bekenntnis zum Existenzrecht des Staates bundesweit Bedingung für die Einbürgerung wird.“

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Georg Maier (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Innenminister Georg Maier räumt unzureichende Maßnahmen gegen importierten Antisemitismus ein.
  • Er kündigt konsequentere Maßnahmen gegen Antisemitismus für die Innenministerkonferenz im Dezember an.
  • Maier plant einen Antrag zur Bedingung eines Bekenntnisses zum Existenzrecht Israels für die Einbürgerung.

Warum ist das wichtig?

  • Wichtige Anerkennung der unzureichenden Maßnahmen gegen importierten Antisemitismus
  • Ankündigung konsequenterer Maßnahmen und härteres Vorgehen gegen Antisemitismus
  • Forderung nach klaren Bedingungen für die Einbürgerung in Bezug auf den Schutz des Staates Israel

Wer ist betroffen?

  • Bund und Länder
  • migrantische Milieus
  • ausländische Straftäter

Zahlen/Fakten?

  • Bund und Länder haben nicht genug gegen importierten Antisemitismus getan.
  • Innenministerkonferenz Anfang Dezember zur Diskussion konsequenterer Maßnahmen.
  • Antrag auf Bedingung des Bekenntnisses zum Existenzrecht des Staates Israel für Einbürgerung.

Wie geht’s weiter?

  • Konsequente Maßnahmen gegen Antisemitismus bei der Innenministerkonferenz im Dezember diskutieren
  • Rechtsstaatliches Durchgreifen gegen Hass und Hetze fordern
  • Antrag auf Bekenntnis zum Existenzrecht Israels als Bedingung für Einbürgerung einbringen
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