Wirtschaft in Kiel: TKMS plant neu
Kiel () – Der Werftenkonzern TKMS hat kein Interesse mehr, die Marinewerft German Naval Yards in Kiel zu übernehmen. „Der Erwerb der German Naval Yards Kiel wäre eine schöne Option gewesen, aber kein Muss“, sagte Vorstandschef Oliver Burkhard dem „Handelsblatt“ (Mittwochausgabe).
Das habe man immer gesagt, dazu stehe man weiterhin.
Da man aber kein Einvernehmen über die wirtschaftlichen Konditionen erzielen konnte, sei der Bieterprozess nun beendet. Damit bewirbt sich aktuell nur noch Rheinmetall um den Kauf der Marinewerft.
German Naval Yards gehört der französischen Unternehmensgruppe CMN Naval, teilt sich aber mit TKMS in Kiel eine Fläche.
Auch gehörten die beiden Werften lange zusammen. Man habe deshalb die Möglichkeit zur potenziellen Flächenoptimierung sorgfältig geprüft, sehe aber nach einem Blick in die Bücher und angesichts der gegebenen Parameter und Konditionen aktuell keine Notwendigkeit für einen Erwerb, sagte Burkhard weiter.
Der Entwicklung seines börsennotierten Unternehmens stehe die Absage aber nicht im Wege, erklärte der Vorstandschef.
„Mit Kiel und Wismar können wir unser bestehendes und zukünftiges Auftragsvolumen zuverlässig und termingerecht umsetzen“, sagte Burkhard mit Blick auf die aktuellen Standorte von TKMS. Man werde nun in Kiel andere Optionen verfolgen, um die logistische Flexibilität zu steigern und Lösungen entwickeln, die größtmöglichen Wert für TKMS und die Anteilseigner schaffen, erläuterte der Manager.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Deutsches Kriegsschiff (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Schleswig-Holstein - Was ist passiert – was dahinter steckt
Was ist passiert?
- TKMS zeigt kein Interesse mehr an der Übernahme der Marinewerft German Naval Yards in Kiel
- Der Bieterprozess wurde beendet, weil kein Einvernehmen über die wirtschaftlichen Konditionen erzielt werden konnte
- Rheinmetall bewirbt sich aktuell weiterhin um den Kauf der Marinewerft
Warum ist das wichtig?
- Kein Erwerbsinteresse mehr an German Naval Yards, weil keine Einigung über wirtschaftliche Konditionen erzielt werden konnte
- Weiterhin Ausbau und termingerechte Umsetzung von Aufträgen über bestehende TKMS-Standorte Kiel und Wismar ohne Flächenübernahme
- In Kiel werden nun andere Optionen verfolgt, um logistische Flexibilität zu erhöhen und Wert für TKMS sowie Anteilseigner zu schaffen
Wer ist betroffen?
- TKMS und der Vorstandschef Oliver Burkhard
- Die Marinewerft German Naval Yards in Kiel
- Rheinmetall als verbleibender Bieter
Zahlen/Fakten?
- TKMS will German Naval Yards in Kiel nicht übernehmen; Einvernehmen über wirtschaftliche Konditionen konnte nicht erzielt werden
- Im Bieterprozess bewirbt sich aktuell nur noch Rheinmetall um den Kauf
- German Naval Yards gehört zur französischen CMN Naval und teilt sich mit TKMS in Kiel eine Fläche
Wie geht’s weiter?
- TKMS beendet den Bieterprozess zur Übernahme der German Naval Yards, da kein Einvernehmen über wirtschaftliche Konditionen erzielt wurde
- Bewerberprozess läuft derzeit nur noch mit Rheinmetall als einzigem Bieter
- TKMS will in Kiel andere Optionen verfolgen, um die logistische Flexibilität zu steigern und passende Lösungen zu entwickeln
- Verband fürchtet Handlungsunfähigkeit im Gesundheitsministerium - 24. Juli 2026
- Anteil nichtdeutscher Häftlinge steigt auf 45 Prozent - 24. Juli 2026
- Städtetag verlangt Einbindung der Kommunen bei Galeria-Gesprächen - 24. Juli 2026
